Nur zwei waren besser als Mario Seidl

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EXPA/JFK Jörgen Graabak, Johannes Rydzek und Mario Seidl strahlen im Fleimstal um die Wette

Mario Seidl kombiniert sich heute in Predazzo zu seinem zweiten Saison-Podestplatz. Er musste sich nur um 7,1sek dem Sieger Johannes Rydzek (GER) und Joergen Graabak (NOR; +5,9sek) geschlagen geben.

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EXPA/JFKJohannes Rydzek holt heute Freitag den ersten Saisonsieg für Deutschland

Mario Seidl beendete den Sprungdurchgang als Führender. Ein Sprung auf 131,5 Meter, was zugleich Tageshöchstweite war, bescherte ihm einen komfortablen Vorsprung von 39 Sekunden auf den ersten Verfolger Jarl Magnus Riiber (NOR). Eigentlich lag Seidls Teamkollege und der Mann im blauen Trikot des besten Springers, Franz-Josef Rehrl, knapp hinter Seidl auf Platz 2. Er wurde jedoch aufgrund eines nicht regelkonformen Anzugs nach dem Sprung disqualifiziert. Der zweitbeste Österreicher nach dem Springen, Lukas Klapfer, hatte als 14. nach dem Springen bereits 1min 32sek Rückstand auf Seidl.

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EXPA/JFKMario Seidl legte auf der Schanze den Grundstein zum Podestplatz

Das 10 Kilometer Rennen musste Seidl deshalb größtenteils alleine zurücklegen. Hinter ihm formierte sich mit Riiber, Watabe, Rydzek und Graabak eine Verfolgergruppe, die aber lange Zeit nicht zu ihm aufschließen konnte. Erst in der letzten Runde konnten sich Johannes Rydzek und Jörgen Graabak aus der Gruppe lösen und an Seidl vorbeiziehen. Schlussendlich wurde es für den Pongauer der sehr gute dritte Platz, über den Mario Seidl sich im Ziel sehr freute: „Es war wieder ein genialer Tag. Mit einem super Sprung konnte die Ausgangsposition nicht besser sein. Die Disqualifikation von Franz-Josef Rehrl ist natürlich sehr schade, zu zweit wäre das Rennen heute sicher viel leichter gewesen. Nichts desto trotz habe ich eine gutes Rennen gezeigt. Ich habe mir die Kräfte gut eingeteilt, in der dritten Runde habe ich fast gemeint, dass es sich ausgehen könnte. Leider sind dann die beiden noch gekommen, ich bin jedoch überglücklich mit dem Stockerlplatz.“

Lukas Klapfer schaffte als Achter ebenso noch den Sprung in die Top Ten. Lukas Greiderer zeigte bei seinem ersten Rennen seit dem Weltcup in Lillehammer im Dezember 2018 ebenso mit dem 14. Gesamtrang eine passable Leistung.

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EXPA/JFKRechtzeitig für die letzten Rennen vor der WM kommt Lukas Klapfer wieder zurück in die Spur
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EXPA/JFKLukas Greiderer meldet sich nach überstandener Krankheit auf der Loipe stark zurück

Lukas Klapfer: „Ich bin happy über den achten Platz, das ist definitiv mehr, wie ich mir vor dem Wochenende erwartet habe. Ein Riesen Dank an unser Trainer- und Serviceteam, die materialmäßig noch einen Geistesblitz hatten. Im Probedurchgang war ich dann schon wieder bei den stärksten Springern dabei, im Wertungsdurchgang war ich dann leider etwas nervös. Auf der Loipe hat die Form auch richtig gut gepasst, so macht es wieder richtig Spass.“

Lukas Greiderer: „Es ist ein passables Ergebnis für den Wiedereinstieg, mit der Sprungleistung bin jedoch noch nicht zufrieden, ich habe nie wirklich reingefunden. Läuferisch stimmt die Form, wobei ich schon noch gemerkt habe, dass ich einige Zeit nichts trainieren konnte. Die Beine waren noch nicht so schnell und spritzig, das wird aber sicher von Rennen zu Rennen besser.“

Lob für die Drei gab es auch von Sprungtrainer Christoph Bieler: „Alles in allem war es ein gelungen Tag hier in Predazzo. Die Disqualifikation tut schon weh, alleine ist das Rennen für Mario schon sehr hart geworden. Die Verfolgergruppe mit den guten Läufern konnte da Kraft sparen. Zum Schluss hat man gemerkt, dass Mario etwas die Kraft fehlt. Nichts desto trotz ist es ein super Ergebnis für ihn. Es freut mich sehr, dass Lukas Klapfer sich wieder in den Top Ten zurückgemeldet hat. Das ist für ihn in dieser WM-Saison sehr wichtig, das sollte ihm Zuversicht geben, dass er es gelassener auf der Schanze angehen kann, die Laufform stimmt. Erfreulich ist auch die Leistung von Lukas Greiderer, speziell die Laufform nach langer Krankheit war heute wirklich gut.“

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EXPA/JFKSeidl lief lange Zeit ein einsames Rennen vorne weg

Die weiteren Platzierungen der Österreicher:

16. Willi Denifl

19. Paul Gerstgraser

34. Philipp Orter

Zum Ergebnis

Audiointerviews von Mario Seidl, Lukas Klapfer, Lukas Greiderer und Christoph Bieler

Samstag und Sonntag finden mit einem Teamsprint und einem Einzelbewerb auf der Großschanze in Predazzo zwei weitere Wettkämpfe statt. Im morgigen Teamsprint gehen Lukas Klapfer mit Lukas Greiderer und Paul Gerstgraser mit Willi Denifl an den Start. 

Zeitplan:

Samstag, 12.1..2019

09.00 Uhr: Probedurchgang HS 135

10.00 Uhr: Wertungsdurchgang HS 135

14.45 Uhr: Langlauf Teamsprint 2x 7,5km

Sonntag, 13.1.2019

08.45 Uhr: Probedurchgang/Qualifikation HS 135

10.00 Uhr: Wertungsdurchgang HS 135

14.30 Uhr: Langlauf 10km

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