Oberauer jubelt über Bronze

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Foto: GEPA Der 16-jährige Steirer Nils Oberauer holte Bronze im Skibergsteigen.

Bereits am ersten Wettkampftag gab es für das Youth Olympic Team Austria bei den dritten Olympischen Jugend-Winterspielen in Lausanne die erste Medaille. Skibergsteiger Nils Oberauer jubelte über Bronze (+1:35,80 Minuten) hinter den Schweizer Zwillingen Thomas und Robin Bussard, die vor ihm Gold (in 47:49,85 Minuten) und Silber (+1:26,69 Minuten) geholt hatten.

Drama mit Happy End

„Ein Wahnsinn, letztes Jahr haben sie mich hier von der WM in Villar nachdem ich im Ziel zusammengebrochen bin mit dem Helikopter nach Lausanne gebracht und jetzt fahr ich zur Medaillenfeier nach Lausanne, um mir Bronze abzuholen“, fasste der 16-jährige Ramsauer seine dramatische Geschichte gelassen zusammen.

Gelungene Olympia-Premiere

Die Olympische Premiere für die boomende Sportart Skibergsteigen im beschaulichen Villar Winter Park am Col-de-Bretaye auf 1848 Meter Seehöhe, den man nur über eine Zahnradbahn erreichen kann, gelang: Hunderte Zuschauer jubelten an der 3.600 Meter langen Strecke, die bei Damen und Herren zweimal zu bewältigen war.

Platz 11 beim Damen-Debüt

Bei den Damen war für das Youth Olympic Team nur Lisa Rettensteiner angetreten, weil Teamkollegin Lena Leitner-Hölzl sich nach einer überstandenen Grippe noch für den Sprint am Montag und die Mixed-Staffel am Dienstag schonen musste. Die Schladmingerin, die vor zwei Tagen ihren 18. Geburtstag gefeiert hatte und als Ex-Biathletin hier ihre Rennpremiere gab, eröffnete mit Platz 11 (auch hier ging Gold und Silber an die Schweiz, Bronze holte Frankreich) aus österreichischer Sicht schon erfolgreich die Wettkämpfe.

Teamwork makes the dream work

Aber es sollte noch besser kommen. Julian Tritscher und Nils Oberauer zeigten vom Start weg, dass sie eine Medaille für Österreich holen wollten. Beide blieben untern den insgesamt 24 Teilnehmern bei den Aufstiegen und Abfahrten an den Schweizer Zwillingen, die das Tempo diktierten, dran. Bis zur zweiten Runde arbeiteten die Ramsauer gemeinsam am Medaillentraum. „Beim letzten Stieg ist der Nils dann losmarschiert, dass es nur so geraucht hat. Der ist ein Ausdauer-Viech. Ich freu mich so mit ihm über diese Olympia-Medaille, die hat er echt verdient“, jubelte Tritscher, der am Ende selber den beachtlichen siebenten Platz (+ 3:13,76) belegte, mit seinem Teamkollegen.

Der Mechatronik-Fachschüler der HTL Hallein Nils Oberauer genoss sichtlich das Olympische Medienspektakel rundum, als er nach der Maskottchen-Zeremonie im Zielraum von TV-Station zu TV-Station gereicht wurde. „Das ist echt lässig, dass endlich ganz viele Leute mitbekommen, wie cool Skibergsteigen ist.“ Mindestens so cool, wie das Ausdauer-Wunder selbst.

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