Ofner bei Weltcup-Comeback starke Sechste

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Foto: GEPA Katrin Ofner (grünes Trikot) kehrte nach einem Jahr Pause mit einem sechsten Rang in Val Thorens in den Weltcup zurück.

Katrin Ofner hat sich mit einer beachtlichen Leistung beim Saisonauftakt in Val Thorens (FRA) im Weltcup zurückgemeldet! 

Die 29-jährige Steirerin, die im Vorwinter wegen eines Muskelabrisses am Sitzbeinhöcker im rechten Oberschenkel und einer Mandelentzündung kein einziges Weltcup-Rennen bestritten hatte, landete als Zweite des kleinen Finales hinter der amtierenden Weltcup-Gesamtsiegerin Fanny Smith (SUI) auf dem sechsten Gesamtrang. Für Ofners Teamkollegen verlief der Start jedoch nicht nach Wunsch: Während für alle sechs für das 32er-Finale qualifizierten ÖSV-Herren bereits in der Auftaktrunde Endstation war, musste Andrea Limbacher wegen Schmerzen im linken Knie überhaupt auf ein Antreten verzichten.

"Ich bin in erster Linie extrem froh darüber, dass ich wieder im Weltcup dabei bin und gleich so konkurrenzfähig war. Meine Starts waren durchwegs gut, der Speed hat auch gepasst, und dazu waren einige gute Manöver dabei – speziell im Viertelfinale. Im Semifinale bin ich zur Hälfte des Kurses noch auf Platz zwei gelegen, doch dann hat mir ein wenig das Selbstvertrauen gefehlt, um diese Position ins Ziel zu bringen. Aber das ist nachvollziehbar, wenn du ein Jahr lang keine Rennen fährst. In Summe bin ich happy, wie das Rennen heute gelaufen ist", sagte Katrin Ofner.

"Ich bin in erster Linie extrem froh darüber, dass ich wieder im Weltcup dabei bin und gleich so konkurrenzfähig war." (Katrin Ofner)

Andrea Limbacher musste nach Rang sechs in der Qualifikation am Donnerstag für das Rennen passen und wurde im Endresultat auf Platz 16 klassiert. Bei der Oberösterreicherin waren nach der Qualifikation Schmerzen im linken Knie aufgetreten, die auch am Freitagvormittag noch nicht abgeklungen waren. Daraufhin nahm Limbacher von einem Start Abstand. Ein medizinischer Check, der noch für Freitag geplant war, sollte Klarheit über die Ursache der Probleme bringen. Im großen Finale der Damen hielt die Schwedin Sandra Näslund drei Kanadierinnen in Schach und siegte vor Courtney Hoffos, India Sherret und Marielle Thompson.

Die rot-weiß-roten Herren konnten im ersten der beiden Bewerbe in Val Thorens nicht in den Kampf um die Spitzenplätze eingreifen. Bester der ÖSV-Mannschaft war Sandro Siebenhofer als 21., der Steirer war jedoch im Achtelfinale in einen von Bastien Midol verursachten Crash verwickelt. Dass der Franzose dafür die gelbe Karte erhielt und auf Platz vier dieses Heats zurückgereiht wurde, war für Siebenhofer allerdings nur ein schwacher Trost. Die Platzierungen der weiteren Österreicher: 23. Thomas Mayrpeter, 24. Johannes Aujesky, 25. Daniel Traxler, 26. Robert Winkler, 30. Johannes Rohrweck. Bei den Herren triumphierte der Kanadier Kevin Drury vor dem Franzosen Youri Duplessis Kergomard und dem Schweizer Ryan Regez.

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Foto: GEPASandro Siebenhofer (blaues Trikot) war im Achtelfinale in einen Crash verwickelt, den Bastien Midol (rotes Trikot) verursachte.

"Sandro Siebenhofer kann man keinen Vorwurf machen. Er hat bis zum Sturz wie ein Löwe gekämpft, um in die nächste Runde zu kommen. Auch bei Johannes Aujesky war es knapp, aber den übrigen Fahrern sind leider Fehler unterlaufen, die man sich nicht leisten darf. Wir werden das noch einmal genau analysieren und dann morgen im zweiten Rennen alles unternehmen, um es besser zu machen", meinte ÖSV-Skicross-Headcoach Lukas Inselsbacher.

Das weitere Programm:

Samstag, 07.12.2019 (2. Rennen):
11.00 Uhr: Finale

TV-Hinweis:
ORF SPORT+ überträgt den Skicross-Weltcup in Val Thorens am Samstag, 07.12.2019, ab 10.55 Uhr LIVE!

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