Österreich beim WM-Auftakt auf Rang acht

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Foto: GEPA Startläuferin Lisa Hauser zeigte beim WM-Auftakt in Antholz eine gute Leistung.

Die erste Goldmedaille bei der Biathlon Weltmeisterschaft in Antholz (ITA) ging an Topfavorit Norwegen. Marte Olsbu Roeiseland, Tiril Eckhoff, Tarjei Bö und Johannes Thingnes Bö setzten sich in der 4 x 6 km Mixed-Staffel mit sieben Nachladern und ohne Strafrunde 15,6 Sekunden vor Gastgeber Italien (Vittozzi, Wierer, Hofer, Windisch) durch.

Die Bronzemedaille ging überraschend an die Mannschaft aus Tschechien (Kristejn Puskarcikova, Davidova, Moravec, Krcmar), die mit nur zwei Nachladern die beste Schießleistung zeigte.   

Österreich in der Besetzung Lisa Hauser, Katharina Innerhofer, Felix Leitner und Dominik Landertinger landete im 27 Nationen umfassenden Feld mit einer Strafrunde und sieben Nachladern auf Rang acht. Der Rückstand auf Norwegen betrug 1:39,2 Minuten.

Rennverlauf:

Während Mitfavorit Frankreich gleich zu Beginn in die Strafrunde musste, übernahm Österreichs Startläuferin Lisa Hauser mit einer perfekten Liegendserie kurzzeitig die Führung. Im Stehendanschlag benötigte die 26-jährige Tirolerin einen Nachlader und übergab 14,5 Sekunden hinter Norwegen auf Rang sechs an Katharina Innerhofer. Mit einem fehlerlosen Liegendschießen setzte sich die Salzburgerin gemeinsam mit Dorothea Wierer (ITA) an die Spitze und kam als Zweite zur Stehendserie. Dort platzten die rot-weiss-roten Medaillenträume. Nach vier Treffern wollte die letzte Scheibe auch mit drei Zusatzpatronen nicht fallen. Die Strafrunde bedeutete beim zweiten Wechsel einen Rückstand von 1:15 Minuten und den Rückfall auf Rang 11. Felix Leitner konnte mit zwei Nachladern eine Position gut machen und übergab als Zehnter an Dominik Landertinger. Österreichs Schlussläufer zeigte eine gute Leistung und brachte Österreich mit nur einem Nachlader beim WM-Auftakt noch auf Rang acht vor.

Stimmen:

Lisa Hauser: „Heute war ich richtig nervös. Ich habe mir vorgenommen annähernd an der Spitze zu übergeben, das ist mir gelungen. Der eine Nachlader kann passieren, Gott sei Dank habe ich ihn gleich reingebracht. Die ersten zwei Runden habe ich mir läuferisch relativ leicht getan, auf der Schlussrunde bin ich dann ein bisschen blau gegangen. Aber der Rückstand auf die Spitze hat sich in Grenzen gehalten."              

Katharina Innerhofer: „Am Anfang war es richtig gut und liegend habe ich es perfekt hingebracht. Auch die Stehendserie war zu Beginn perfekt und ich habe mich total sicher gefühlt. Aber die Serie ist erst vorbei, wenn der letzte Schuss drinnen ist und ich habe die letzte Scheibe leider auch mit den Nachladern nicht getroffen. Mit dem langen Stehen ist es nicht einfacher geworden, die Beine wurden immer zittriger. Es tut mir so leid für die Mannschaft. Aber die WM hat erst begonnen und ich blicke positiv ins nächste Rennen."

Felix Leitner: „Unser Ziel war ein fünfter Platz. Schade um die Strafrunde, aber als Team gewinnt und verliert man gemeinsam. Ich habe natürlich versucht aufzuholen, da gab es nur Vollgas. Das habe ich in der letzten Runde etwas gebüßt. Meine Leistung war in Ordnung. Schade um den letzten Schuss, aber mit zwei Nachladern hat es funktioniert."

Dominik Landertinger: „Mit meinem Rennen kann ich zufrieden sein. Läuferisch war ich noch nicht bei hundert Prozent, aber ich habe einen guten Zug laufen können. Auch was das Schießen betrifft, bin ich mit einem Nachlader zufrieden. Unser Ziel, die Top-5, haben wir leider nicht erreicht, der achte Platz ist aber erträglich."

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