Österreichische Staatsmeisterschaften im Sprint und Vertical

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Foto: Karl Posch Daniel Zugg sicherte sich im Sprint den Staatsmeistertitel.

Im Zuge der 20. Martini Pinzgau-Trophy in Viehhofen wurden am Wochenende die Staatsmeister im Vertical und Sprint gekürt. Diese zwei Wettbewerbe erfolgreich durchzuführen, war angesichts der aktuellen Pandemie-Beschränkungen ebenfalls eine ganz starke Leistung. Der Wettergott belohnte das Engagement der Veranstalter. An beiden Tagen schien die Sonne von früh bis spät und die kalten Temperaturen hielten die Strecke in Schuss sowie die Athleten „frisch“.

Sieger im Vertical: Christian Hoffmann, Andrea Mayr und Paul Verbnjak

Beim Event am Samstag musste ein durchgehender Aufstieg mit 980 Höhenmetern überwunden werden. Im Bewerb der Herren lieferten sich der Oberösterreicher Christian Hoffmann und der Salzburger Jakob Herrmann einen spannenden Zweikampf. Hermann verlor am Start sein Fell und musste das Feld als Letzter aufrollen. Nach knapp 600 Höhenmeter konnte er Hoffmann tatsächlich einholen. Doch Christian Hoffmann ließ nicht locker, sprintete auf den letzten Metern vorm Ziel davon und sicherte sich den österreichischen Staatsmeistertitel im Vertical mit einem Vorsprung von 11 Sekunden. Er musste sich nur dem Deutschen Top-Athleten Toni Palzer geschlagen geben. Der vierte Platz in der Gesamtwertung und somit der dritte Platz in der Staatsmeisterschaft ging an Daniel Ganahl (+0:27 auf Christian Hoffmann) aus Vorarlberg.

Christian Hoffmann: „Mir ist die Strecke sehr entgegengekommen. Bei dem langen und steilen Aufstieg konnte ich meine Kraft im Oberkörper und in den Armen gut einsetzen.“

Bei den Damen wurde Andrea Mayr ihrer Favoritenrolle gerecht. Die Oberösterreicherin überzeugte mit einer konstanten Leistung vom Start bis ins Ziel und holte sich den österreichischen Staatsmeistertitel im Vertical mit einem Vorsprung von unglaublichen 2 Minuten und 29 Sekunden. Zweitbeste Tageszeit errang die Deutsche Nationalkader-Athletin Tatjana Paller, Vizemeisterin wurde hinter ihr die Salzburgerin Bernadette Klotz und Platz 3 der Staatsmeisterschaft ging an die Osttirolerin Susanne Mair (+2:47).

Andrea Mayr: „Es war ein sehr hartes Rennen auf einer steilen Strecke. Aber insgesamt eine super Veranstaltung bei perfekten Wetter- und Schneeverhältnissen.“

Auch in der Nachwuchsklasse Junior (Jahrgang 2001-2003) gab es keine Überraschung. Nach den Siegen in den letzten zwei Weltcup Rennen, bestätigte der Kärntner Paul Verbnjak seine bestechende Form. Mit einem Vorsprung von 32 Sekunden holt er sich den österreichischen Meistertitel bei den Junioren vor dem Oberösterreicher Andreas Mayer und dem Steirer Nils Oberauer (+0:45).

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Foto: Karl PoschPaul Verbnjak sicherte sich im Sprint Platz zwei in allgemeinen Klasse und den Sieg in der Nachwuchsklasse beim Vertical.
Österreichische Staatsmeister im Sprint: Daniel Zugg und Theresa Kober

Bei der Veranstaltung am Sonntag war die kurze Sprintstrecke gekennzeichnet durch einen ersten Aufstieg mit Ski, eine schwierige Tragepassage und einem anschließenden Torlauf über eine knüppelharte Piste. Nach der Qualifikation kämpften die Athleten im Ausscheidungsmodus über mehrere Finalstufen um die Top Platzierungen.

In der allgemeinen Klasse der Herren starteten auch die Junioren, welche ebenfalls starke Leistungen zeigten. Zwar ging der Tagessieg an den Deutschen Kaderathleten Stefan Knopf, aber am Vorarlberger Daniel Zugg führte an diesem Tag bei der Staatsmeisterschaft kein Weg vorbei. Er bestätigte die starken Leistungen aus dem Weltcup und holte erneuert den österreichischen Staatsmeistertitel im Sprint. Platz 2 und somit Vizemeister wurde der 19-jährige Kärntner Paul Verbnjak. Als Dritter aufs Podium gesellt sich der ebenfalls 19-jährige Tiroler Andreas Mayer.

Daniel Zugg: „Ich bin gut drauf und habe in den letzten Wochen meine Leistung kontinuierlich steigern können. Heute war ich ein bisschen müde vom Vortag, aber für den Titel hat es schlussendlich gereicht.“

Bei den Damen kam es zu einem bunt gemischten Final Heat. Die Schnellste war schlussendlich auch hier eine Deutsche, nämlich die Kadersportlerin Tatjana Paller. Beste Österreicherin auf Platz 2 wurde die Salzburgerin Theresa Kober. Sie holte sich damit den österreichischen Staatsmeistertitel im Sprint vor der Steirerin Johanna Hiemer und der Tirolerin Stephanie Kröll.

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Foto: Karl PoschTheresa Kober war im Sprint nicht zu schlagen.
Enormes Engagement als positives Zeichen für den Skibergsteiger-Sport

Lange herrschte Ungewissheit, ob die österreichischen Meisterschaften heuer durchgeführt werden können. Die Vorbereitungen für diese Veranstaltung waren alles andere als leicht. Veranstalter Peter Gruber: „Wir haben uns intensiv mit den COVID-Bestimmungen auseinandergesetzt und ein Konzept aufgezogen, wie es im Weltcup gefordert wird. Mit fixen Stellplätzen beim Start, ausreichend Distanz in allen Bereichen rund um das Renngelände sowie einer stark verkürzten Siegerehrung wurden alle Corona-Richtlinien eingehalten. Somit konnte eine größtmögliche Sicherheit der Athleten und Mitarbeiter gewährleistet werden. Auch die Disziplin der Sportler war vorbildlich.“

Die nächsten wichtigen Wettbewerbe stehen schon in den Startlöchern. Die „Marmotta Trophy“ mit ISMF World Cup findet vom 20. bis 21. Februar 2021 im Südtiroler Martelltal statt. Und Anfang März geht die Weltmeisterschaft in Andorra über die Bühne. Alle detaillierten Ergebnisse der 20. Martini Pinzgau-Trophy sind auf www.skimo.at zu finden.

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