ÖSV-Boarder bleiben ohne Podestplatz

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Foto: GEPA Die Kärntnerin Daniela Ulbing holte mit Rang sieben bei den Damen das beste Resultat für das rot-weiß-rote Team.

Der Parallelslalom im Einzel beim 20-jährigen Weltcupjubiläum in Bad Gastein verlief für die ÖSV-Boarder nicht nach Wunsch.

Für das beste Resultat aus österreichischer Sicht sorgte Daniela Ulbing bei den Damen, die im Viertelfinale der Tschechin Ester Ledecka unterlag und Siebente wurde. Bei den Herren war für das ÖSV-Trio Andreas Prommegger (10.), Lukas Mathies (12.) und Benjamin Karl (15.) im Achtelfinale Endstation.

"In beiden Qualifikationsläufen und auch im Achtelfinale habe ich mich sehr wohlgefühlt. Das Duell gegen Ester Ledecka wollte ich schon im oberen Streckenteil gewinnen, doch das ist ins Auge gegangen, weil ich zu viel Risiko genommen habe und schon beim vierten Tor im Schnee gelegen bin", meinte Daniela Ulbing. Als zweitbeste Österreicherin landete Jemima Juritz, die im Achtelfinale gegen die Schweizerin Patrizia Kummer das Nachsehen hatte, an der 13. Stelle. Sabine Schöffmann (22.) und Vorjahressiegerin Claudia Riegler (30.) kosteten Fehler im zweiten Qualifikationslauf den Einzug in das 16er-Finale. Die Deutsche Ramona Hofmeister zwang im großen Finale Ledecka in die Knie und feierte ihren vierten Weltcupsieg in Folge, Dritte wurde die Schweizerin Julie Zogg.

Bei den Herren schlug der Qualifikations-Dritte Andreas Prommegger im Achtelfinale gegen den Russen Dmitry Sarsembaev bei einem böse aussehenden Sturz im unteren Streckteil hart mit dem Rücken und dem Kopf auf, blieb aber zum Glück unverletzt. "Das Duell war sehr eng und ich wollte in das Ziel hinein noch einmal ordentlich attackieren. Dabei bin ich einmal einen Moment zu lange auf der Kante geblieben und ziemlich heftig abgeflogen. Es ist natürlich bitter, dass so etwas ausgerechnet beim Heimrennen passiert", sagte Andreas Prommegger.

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Foto: GEPAFür den Salzburger Lokalmadator Andreas Prommegger war im Achtelfinale nach einem bösen "Abflug" Schluss.

Lukas Mathies merkte nach seiner Achtelfinal-Niederlage gegen den Deutschen Stefan Baumeister kritisch an, "dass ich vom Start weg nicht ins Fahren gekommen bin". Benjamin Karl zog ebenfalls eine durchwachsene Bilanz. "Solche drehenden und engen Kurse wie der heutige liegen mir überhaupt nicht, dafür war die Qualifikation eigentlich ganz okay. Dann ist auch noch dazugekommen, dass ich mir beim Einfahren eine Kante ruiniert habe, die wir notdürftig reparieren konnten. Es haben heute in Summe zu viele Kleinigkeiten nicht gepasst, um ein besseres Ergebnis zu erreichen." Fabian Obmann (22.), Alexander Payer (23.), Sebastian Kislinger (25.), Aron Juritz (34.) und Arvid Auner (42.) verpassten die Entscheidung der Top 16. Daniele Bagozza und Maurizio Bormolini sorgten für einen italienischen Doppelsieg, Rang drei ging an Vorjahressieger Baumeister.

Beim Mixed-Teambewerb am Mittwoch (Pre-Finals ab 12.00 Uhr, Finale ab 13.00 Uhr, ORF 1 ab 12.50 Uhr LIVE) sind für Österreich folgende Paarungen am Start: Daniela Ulbing/Benjamin Karl, Claudia Riegler/Andreas Prommegger, Sabine Schöffmann/Alexander Payer und Jemima Juritz/Lukas Mathies.

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