ÖSV-Damen-Staffel verpasst die Top-Ten

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Foto: ÖSV | Foidl Beim Einschießen waren Lisa Hauser und Julia Schwaiger noch optimistisch. Im Rennen konnten aber beide nicht ihre Topform abrufen.

Der 4 x 6 km Staffelbewerb der Damen bei der Biathlon-WM in Antholz endete mit einem Favoritensieg. Das norwegische Quartett Synnoeve Solemdal, Ingrid Landmark Tandrevold, Tirol Eckhoff und Marte Olsbu Roeiseland setzte sich bei perfekten äußeren Bedingungen trotz einer Strafrunde und neun Nachladern vor der Mannschaft aus Deutschland durch. Das Silber-Quartett Karolin Horchler, Vanessa Hinz, Franziska Preuss und Denise Herrmann hatte nach neun Nachladern (aber ohne Strafrunde) im Ziel 10,7 Sekunden Rückstand auf Gold. Bronze ging an die Mannschaft aus der Ukraine (Anastasiya Merkushyna, Yuliia Dzhima, Vita Semerenko und Olena Pidhrushna.

Österreichs Team in der Besetzung Julia Schwaiger, Lisa Hauser, Christina Rieder und Katharina Innerhofer landete mit 13 Nachladern und drei Strafrunden auf dem enttäuschenden 12. Platz. Der Rückstand auf Norwegen betrug 2:44,4 Minuten. Damit steht weiterhin der zehnte Platz bei der Biathlon-WM 2015 in Kontiolahti als bestes WM-Resultat einer ÖSV-Damen-Staffel zu Buche.

Österreich konnte heute zu keinem Zeitpunkt des Rennens in den Kampf um die Medaillen mit eingreifen. Startläuferin Julia Schwaiger benötigte zwei Zusatzpatronen im Stehendanschlag und übergab als 14. an Lisa Hauser. Die Tirolerin ging bei ihrer anvisierten Aufholjagd wohl zu hohes Tempo und musste gleich fünf Mal nachladen. Damit ging auch Christina Rieder erst als 14. in die Loipe. Die Salzburgerin zeigte als einzige ÖSV-Dame eine starke Leistung, traf alle Scheiben im ersten Versuch, und brachte Österreichs als 11. wieder an die Top-Ten heran. Schlussläuferin Katharina Innerhofer, erlebte am Schießstand hingegen einen rabenschwarzen Tag. Drei Nachladern liegend ließ sie im Stehendschießen drei Strafrunden folgen, womit sich Österreich am Ende mit Rang 12 zufriedengeben musste.

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Foto: GEPAAn Christina Rieder lag es nicht, dass Österreich auf dem enttäuschenden 12. Platz landete. Die 26-jährige Salzburgerin zeigte nach dem Einzel auch in der Staffel eine starke Leistung.
Stimmen:

Julia Schwaiger: „Ich bin mit meinem Rennen nicht zufrieden. Liegend war super, die zwei Nachlader im Stehendschießen sind bei diesem Feld aber einfach zuviel. Auf der Strecke habe ich mich ziemlich schwergetan. Ich habe probiert alles aus meinem Körper herauszuholen, damit der Rückstand nicht zu groß wird.“

Lisa Hauser: „Wir waren von Anfang an nicht so gut dabei, deshalb habe ich riskiert und auf der Strecke von Anfang an Vollgas gegeben. Aber dieser Schießstand verzeiht es einfach nicht, wenn man es zu schnell angeht.“

Christina Rieder: „Es war wieder ein gutes Rennen. Hier am Schießstand fehlerfrei durchzukommen, ist nicht so einfach. Auch läuferisch habe ich mich super gefühlt. Der Rennverlauf war allerdings nicht optimal, weil ich nie jemanden um mich herum zum Mitlaufen hatte.“

Katharina Innerhofer: „Mein Rennen war total verkorkst. Es hat auch vom Laufen her von Anfang an nicht richtig gepasst. Dementsprechend schwer habe ich mir am Schießstand getan. Jetzt heißt es möglichst gut zu regenerieren und noch einmal fokussieren, um morgen fit am Start zu stehen. Im Biathlon geht es schnell, im Massenstart schaut es hoffentlich wieder besser aus.“

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