ÖSV-Herren in Ruhpolding auf Rang elf

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Foto: GEPA Dominic Unterweger gab heute in Ruhpolding sein Staffeldebüt.

Mit einem Favoritensieg des norwegischen Teams endete das heutige Staffelrennen der Herren im Rahmen der Weltcup-Rennen in Ruhpolding (GER). Die Skandinavier mit Sturla Holm Laegreid, Tarjei Boe, Vetle Sjaastad Christiansen und Johannes Thingnes Boe setzten sich mit insgesamt sieben Nachladern, einer Strafrunde und einem Vorsprung von 20,1 Sekunden gegen das Team aus Deutschland (4 Nachlader) durch. Platz drei sicherte sich das Quartett aus Frankreich (+55,6 sec./7 Nachlader/1 Strafrunde). Das österreichische Team belegte mit insgesamt acht Nachladern, einer Strafrunde und einem Rückstand von 3:34 Minuten Rang elf. Für das ÖSV-Quartett gingen heute, neben den arrivierten Athleten David Komatz und Simon Eder, mit Dominic Unterweger und Lucas Pitzer auch zwei Staffel-Debütanten an den Start.

Rennverlauf:

In die Rolle des österreichischen Startläufers schlüpfte auch heute David Komatz. Der Steirer meisterte seine Aufgabe einmal mehr mit Bravour, benötigte nur stehend eine Zusatzpatrone und übergab als starker Vierte (+14,1 sec.) an Simon Eder. Österreichs Routinier hielt das ÖSV-Team weiter im erweiterten Spitzenfeld. Der Salzburger musste nur stehend zwei Fehlschüsse in Kauf nehmen und positionierte die Mannschaft zur Halbzeit des Rennens auf Rang vier (+17,2 sec.). Anschließend ging Dominic Unterweger ins Rennen. Der Tiroler, der vor zwei Tagen sein Weltcup-Debüt feierte, überzeugte zunächst auf ganzer Linie und schloss mit einer fehlerfreien Liegendserie nahtlos an die guten Leistungen seiner Teamkollegen an. Stehend hatte der 23-Jährige jedoch einige Probleme, benötigte alle drei Zusatzpatronen und musste anschließend auch in die Strafrunde abbiegen. Am Ende übergab er als Neunter (+1:43,7 min.) an Schlussläufer Lucas Pitzer. Der 24-Jährige musste zunächst zweimal nachladen, zeigte im finalen Stehendanschlag jedoch eine fehlerfreie Serie und überquerte am Ende als Elfter (+3:34,0 min.) die Ziellinie.

STIMME:

David Komatz: „Ich freue mich jedes Mal aufs Neue, wenn ich von den Trainern das Vertrauen bekomme, als Startläufer ins Rennen zu gehen. Ich glaube, ich habe mir diese Position einfach mit konstanten Leistungen in der Vergangenheit erarbeitet. Stehend habe ich mich heute nicht so sicher gefühlt. Zwei Schüsse waren ziemlich am Rand, aber das Glück war auf meiner Seite. Mit dem einen Nachlader konnte ich den Schaden aber absolut in Grenzen halten.“

Simon Eder: „Ich hatte dank David (Anm. Komatz) ein super Gruppe zum Mitlaufen. Ich konnte in den ersten beiden Runden viel Kraft sparen und für Tage wie heute, wo ich super mitkämpfen kann, zahlt sich das viele Training einfach aus. Das Stehendschießen war trotzdem eine schwierige Sache und die Beine haben schon ordentlich zu ziehen begonnen. Das sind Situationen, die ich normalerweise gar nicht gewöhnt bin.“

Dominic Unterweger: „Das war heute meine erste Weltcupstaffel. Ich habe zu Beginn ein gutes Tempo gefunden und konnte meine Liegendserie sauber durchziehen. Stehend konnte ich zunächst Schuss für Schuss gut meistern, aber die letzte Scheibe konnte ich leider nicht abarbeiten und dann ging es in die Strafrunde. So etwas kann passieren, aber für das Team tut mir das natürlich extrem leid. Auf der Schlussrunde habe ich bis zum Ende nochmal richtig gekämpft.“

Lucas Pitzer: „Das war von Anfang an ein beinhartes Rennen für mich. Ich habe zurzeit mit Rückenproblemen zu kämpfen und das ist mir auf der Runde am Ende auch zum Verhängnis geworden. Nichtsdestotrotz habe ich mich meine Schießunsicherheit heute gut in den Griff bekommen und beide Serien sauber abgearbeitet.“

Weiteres Weltcup-Programm Ruhpolding (GER):

Samstag, 14.01.2023, Staffel Damen, 14.25 Uhr

Sonntag, 15.01.2023, Massenstart Herren, 12.30 Uhr

Sonntag, 15.01.2023, Massenstart Damen, 14.45 Uhr

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