Paraski-WM: Salcher legt Super-G-Gold nach

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ÖSV

Österreichs Paraski-Asse sorgen bei den Weltmeisterschaften weiter für Furore. Markus Salcher (stehende Klasse) gewann in Hafjell (NOR) einen Tag nach Abfahrts-Gold auch den Titel im Super-G und ist nun sechsfacher Weltmeister. In der Klasse der sehbehinderten Herren jubelte Johannes Aigner mit Guide Matteo Fleischmann über Silber und seine erste WM-Medaille.

Nach jedem Weltmeistertitel in der Abfahrt ließ Markus Salcher in seiner Karriere bisher auch Gold im Super-G folgen. Nach 2013 und 2017 gelang ihm in Hafjell zum dritten Mal das Speed-Double. Salcher distanzierte den zweitplatzierten Russen Aleksei Bugaev um 1,39 Sekunden. Bronze ging an den Schweizer Theo Gmür (+1,50 Sek.). 

Topfavorit Arthur Bauchet aus Frankreich, der gestern noch knapp hinter Salcher Abfahrts-Silber gewonnen hatte, kam im Super-G nicht ins Ziel. Ebenso in der stehenden Klasse der Herren kam Nico Pajantschitsch (+3,53 Sek.) auf Rang sechs, Thomas Grochar (+4,96 Sek.) beendete das Rennen als Zwölfter.

„Der Sieg ist für mich unerwartet. Unser Cheftrainer hat den Kurs gesetzt, also wusste ich, was auf mich zukommt, es war sehr technisch. Ich bin taktisch gefahren, nicht auf dem letzten Zacken und das ist sich gut ausgegangen. Das sind diese Situationen, in denen man smart und mit Erfahrung handeln muss. Ich freue mich, dass alles so geklappt hat.“

Markus Salcher

Bei den sehbehinderten Herren eroberte der Niederösterreicher Johannes Aigner mit Silber seine erste WM-Medaille. Nur 26 Hundertstel fehlten Aigner und seinem Guide Matteo Fleischmann am Ende auf Sieger Hyacinthe Deleplace aus Frankreich. Dritter wurde der Slowake Miroslav Haraus (+3,07 Sek.).

"Das war mein erstes Rennen auf dem Hang, nachdem ich in der Abfahrt nicht am Start war. Deswegen habe ich nicht mit so einem tollen Ergebnis gerechnet. Die Freude über die Medaille ist sehr groß. Für die Super-Kombination gibt mir das heutige Abschneiden ein super Gefühl. Da will ich wieder angreifen. Mein Ziel für die weiteren Bewerbe ist die Goldmedaille."

Johannes Aigner

In der Klasse der sitzenden Herren fuhr der Tiroler Roman Rabl auf Platz sechs – mit 8,48 Sekunden Rückstand auf Weltmeister Jeroen Kampschreur aus den Niederlanden, der vor dem Norweger Jesper Pedersen (+3,22 Sek.) und dem Italiener Rene de Silvestro (+4,14 Sek.) triumphierte. Montag bestreiten die Alpin-Asse die Super-Kombination – bestehend aus Super-G und Slalom. Neben Markus Salcher und Johannes Aigner stehen aus österreichischer Sicht auch Nico Pajantschitsch und Thomas Grochar am Start.

"Das Glück ist momentan auf unserer Seite. Wir wussten, dass Markus zu den Medaillenkandidaten zählt, zweimal Gold ist ein Traum. Er ist taktisch gut gefahren. Und auch Johannes hat das super gemacht. Die Läufer haben sich gut auf die Kurssetzung eingelassen."

Markus Gutenbrunner (ÖSV-Cheftrainer)

Im Biathlon-Sprint der sehbehinderten Damen über 6 Kilometer landete Carina Edlinger in Lillehammer auf Rang 14. Die Salzburgerin verzeichnete beim ersten Schießen drei Fehlschüsse und blieb beim zweiten Schießen fehlerfrei. Am Ende fehlten ihr 4:25,9 Minuten auf Siegerin Vera Khlyzova, die vor Ekaterina Razumnaia und Anna Panferova einen russischen Fünffachsieg anführte.

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