Platz vier für Kramer

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Foto: EXPA Kramer verpasste die Medaille knapp

Marita Kramer wurde nach ihrer Halbzeitführung bei dem WM-Bewerb auf der Normalschanze in Oberstdorf (GER) Vierte. Im ersten Durchgang sprang die Salzburgerin Schanzenrekord (109 Meter), im zweiten Durchgang wurde der Anlauf vor ihr verkürzt und Kramer verpasste die Medaillenränge knapp. Der Sieg ging an die Slowenin Ema Klinec, vor Maren Lundby (NOR) und der Japanerin Sara Takanashi. 

Vier ÖSV-Damen nahmen den ersten WM-Bewerb der Springerinnen in Oberstdorf in Angriff. Marita Kramer lag nach Schanzenrekord zur Halbzeit in Führung und zeigte einen starke Leistung. Daniela Iraschko-Stolz lag auf dem achten Rang und damit in Lauerstellung. Sophie Sorschag wurde bei ihrer WM-Premiere nach dem ersten Durchgang, aufgrund eines Anzugproblems, disqualifiziert. Eva Pinkelnig konnte sich nicht für den zweiten Durchgang qualifizieren.

Iraschko-Stolz flog im zweiten Durchgang auf 95 Meter und sicherte damit ihren achten Endrang ab. Die routinierte Steirerin war mit ihrer Leistung nicht ganz zufrieden und litt mit ihrer Teamkollegin mit.

"Meine Sprünge waren nicht extrem gut, sie spiegeln die bisherigen Saisonleistungen wieder. Ich habe gewusst, wenn ich heute einen Medaille gewinnen möchte, muss ich mich noch steigern, das ist im Wettkampf immer schwer, aber ich habe im Moment keine Worte. Ich habe mit Sara (Anm. Marita Kramer) mitgeweint, ich kann mich in ihre Situation gut hineinversetzten und es ist ein undankbarer Platz." Daniela Iraschko-Stolz

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Foto: EXPADaniela Iraschko-Stolz wurde Achte

Kramer war nach ihren guten Sprüngen auch in der Qualifikation und in den Trainings eine Mitfavoritin auf die Medaillen. Direkt vor ihr kam die Juryentscheidung, dass der Anlauf verkürzt werden muss. Sie musste relativ lange warten, bevor sie das Go zum Springen erhielt. Der Sprung war nicht ganz so gut wie der erste (98 Meter) und so belegte sie den vierten Endrang.

"Der Sprung war einer der schlechteren, ich wollte jeden Meter herausholen und bin unsauber hineingelandet und ich wurde verdient Vierte. Die Wartezeit hat mich nicht beeinflusst, das sind Dinge, die passieren in jedem Wettkampf und es hat mich nicht wirklich aus meiner Konzentration gebracht. Der Sprung war zu spät und die Landung war auch schlecht - so wurde es der vierte Platz." Marita Kramer

Nach der Juryentscheidung legte der ÖSV Protest gegen die Jury ein. Mario Stecher, der sportliche Leiter der Nordischen, begründet diesen Schritt folgendermaßen:

"Es hat von Seiten des Österreichischen Skiverbandes einen Protest gegen die Jury gegeben, denn die 95% der Hillsize wurden in diesem Durchgang nicht erreicht und trotzdem ist einen Verkürzung von statten gegangen. Letztendlich ist Sara (Anm. Marita Kramer) bei schlechteren Bedingungen gesprungen und uns geht es in erster Linie nicht darum, dass man den Wettkampf annulliert, sondern viel mehr darum, dass Leute, wie diejenigen, die heute an der Ampel bzw. in der Jury waren nicht mehr dort oben stehen." Mario Stecher

Morgen geht es mit dem Teambewerb weiter.

Endergebnis

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