Weltcup-Premierensieg für Dusek

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Foto: Dario Belinghieri Jakob Dusek feierte in Cervinia seinen Premierensieg im Snowboardcross-Weltcup.

Snowboardcrosser Jakob Dusek hat in Cervinia (ITA) seinen ersten Weltcuperfolg gefeiert! Der 25-jährige Niederösterreicher übernahm beim dritten SBX-Saisonrennen im großen Finale gleich nach dem Start die Führung, gab die Spitzenposition bis ins Ziel nicht mehr ab und triumphierte vor dem Kanadier Eliot Grondin, dem amtierenden Weltmeister Lucas Eguibar (ESP) und dem Australier Cameron Bolton. 

Alessandro Hämmerle, der die beiden Auftaktrennen in diesem Winter in Secret Garden (CHN) und im Montafon (AUT) gewonnen hatte, wurde als Sieger des kleinen Finales als zweitbester Österreicher unmittelbar vor dem Wiener Lukas Pachner Fünfter. Julian Lüftner als Zwölfter und David Pickl als 17. komplettierten das starke Teamergebnis der ÖSV-Herren. Bei den Damen landete Pia Zerkhold als Vierte des kleinen Finales auf dem achten Gesamtrang.

Jakob Dusek, der bei seinen letzten drei Teilnahmen an einem großen Finale stets mit dem undankbaren vierten Platz vorlieb nehmen musste, strahlte nach seinem Weltcup-Premierensieg mit der Sonne in Cervinia um die Wette. "Es war ein unbeschreibliches Gefühl, als ich im großen Finale als Erster über die Ziellinie gefahren bin. Ich habe mich auf diesem Kurs von der ersten Fahrt an sehr wohlgefühlt und jeden einzelnen Lauf genossen. Im Halbfinale ist es extrem eng hergegangen, aber ich bin im unteren Teil beinhart auf meiner Linie draufgeblieben und das ist zum Glück voll aufgegangen. Mit diesem Erfolg habe ich mir selbst ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk gemacht. Damit geht ein Kindheitstraum für mich in Erfüllung", jubelte Jakob Dusek.

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Foto: Dario BelinghieriSo jubelte der 25-jährige Niederösterreicher Jakob Dusek, nachdem er als Erster im großen Finale die Ziellinie überquert hat.

Alessandro Hämmerle wurde im Semifinale eine unfaire Aktion des Japaners Yoshiki Takahara zum Verhängnis, der den Vorarlberger durch einen klaren Regelverstoß unsanft von den Beinen holte, dafür die gelbe Karte erhielt und deshalb auch nicht mehr zum kleinen Finale antreten durfte. "Ich fahre jetzt schon lange Snowboardcross, aber so eine Unsportlichkeit habe ich noch nie erlebt", schäumte Alessandro Hämmerle nach dem Rennen. "Er hat mich in der zweiten Kurve zurückgehalten und danach auf der Geraden zum nächsten Roller hin einfach meine Linie gekreuzt, deshalb war auch ein Sturz nicht zu verhindern. Ich kann mir nicht viel vorwerfen, außer vielleicht, dass ich nicht weit genug von Takahara weg war, um diese unfaire Aktion zu vermeiden. Ein Podestplatz wäre für mich drinnen gewesen, mit Platz fünf ist mir zumindest eine Schadensbegrenzung gelungen", so Hämmerle.

Lukas Pachner überzeugte nach Rang acht in der Vorwoche im Montafon erneut mit einer starken Leistung. "Dabei ist mir der Kurs nicht gerade entgegengekommen, denn mir sind längere Strecken eigentlich lieber. Dort kann ich meine Stärken wie den Speedaufbau und eine gute Linienwahl besser ausspielen. Es ist hier für mich besser gelaufen, als ich es erwartet habe, daher bin ich mit dem Ergebnis auch zufrieden."

Pia Zerkhold hakte mit Rang acht die Enttäuschung beim Heimrennen im Montafon ab, wo sie im Einzelbewerb die Finalqualifikation verpasst hatte. Die Niederösterreicherin erwischte mit dem Laufsieg im Viertelfinale vor der US-Amerikanerin Meghan Tierney und der Qualifikationsschnellsten Charlotte Bankes (GBR) einen perfekten Start in das Rennen. "Im Halbfinale und im kleinen Finale habe ich dann bei den Rollern vor der Zielkurve aber zweimal eine falsche Entscheidung getroffen. Das ärgert mich zwar ein bisschen, aber unterm Strich ist dieses Resultat eine Bestätigung dafür, dass ich vorne mitfahren kann", meinte Pia Zerkhold. Die Italienerin Michela Moioli durfte sich vor der US-Amerikanerin Faye Gulini und der Australierin Belle Brockhoff über einen Heimsieg freuen.

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