Prommegger geht als Führender in PGS-Showdown

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Foto: GEPA Andreas Prommegger geht hochkonzentriert und mit einem knappen Vorsprung im PGS-Weltcup in das letzte Saisonrennen in dieser Disziplin.

Mit dem letzten Parallelriesentorlauf in dieser Saison tritt der Weltcup der Raceboarder an diesem Samstag in Scuol (SUI) in seine entscheidende Phase.

Während bei den Damen Olympiasiegerin Ester Ledecka (CZE) die kleine PGS-Kristallkugel nicht mehr zu nehmen ist, geht bei den Herren der führende Salzburger Andreas Prommegger mit lediglich 134 Punkten Vorsprung auf den Slowenen Tim Mastnak in den Showdown um Platz eins in der Disziplinenwertung.

Nicht weniger spannend ist sowohl bei den Herren als auch bei den Damen der Kampf um die große Kristallkugel. Bei den Herren sind die Top Fünf Roland Fischnaller (ITA/3.610), Andrey Sobolev (RUS/3.445), Prommegger (3.316), Mastnak (3.216) und Benjamin Karl (AUT/2.970) vor den letzten beiden Rennen in Scuol und Winterberg (PSL/23. März) nur durch 640 Zähler getrennt. Bei den Damen ist die Kärntnerin Sabine Schöffmann (4.540) die erste Verfolgerin der in Führung liegenden Ledecka (4.650). Dahinter lauern mit geringem Abstand die Deutsche Selina Jörg (4.529,7) und die Schweizerin Julie Zogg (4.310) auf ihre Chance.

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Foto: GEPAIm Kampf um die große Kristallkugel gibt es für die derzeit zweitplatzierte Kärntnerin Sabine Schöffmann nur eine Devise: Voller Angriff!

"In den Weltcup-Wertungen ist alles so eng beisammen, deshalb bringt es auch nichts, irgendwelche Hochrechnungen anzustellen. Für mich ist Scuol Neuland, weil ich in der vergangenen Saison bei der Weltcup-Premiere auf diesem Hang wegen einer Verletzung (Lendenwirbelsäule, Anm.) auf einen Start verzichten musste. Und mit Tim Mastnak hat das Rennen im Vorjahr mein härtester Konkurrent im Kampf um die PGS-Kugel gewonnen. Dass ich auch noch Chancen auf den Gesamtweltcup habe, ist angesichts der Tatsache, dass ich in Bad Gastein und einmal in Secret Garden die Quali nicht geschafft habe und auf Moskau wegen einer Knieblessur überhaupt verzichten musste, ohnehin kaum zu glauben", sagte Andreas Prommegger.

Auch Sabine Schöffmann ist den Hang im Schweizer Kanton Graubünden noch nicht rennmäßig befahren. "Nach meiner Verletzung, die ich vor den Olympischen Spielen erlitten habe, bin ich im Vorjahr in Scuol nur mit Krücken im Ziel gestanden. Aber das spielt für heuer keine Rolle, jetzt gibt es ohnehin nur noch Vollgas, denn mit Sicherheitsläufen gewinnst du im Weltcup gar nichts", so eine kämpferische Sabine Schöffmann, die am vergangenen Wochenende bei zwei stark besetzten Europacup-Rennen in Davos (SUI) hinter der Schweizerin Patrizia Kummer jeweils Zweite geworden war. "Zwei Wochen ohne Rennen hätte ich nicht ausgehalten, deshalb bin ich auch in Davos gefahren", ergänzte Schöffmann mit einem Schmunzeln.

ÖSV-Aufgebot für den Weltcup-Parallelriesentorlauf in Scuol (SUI):

Damen (4): Jemima Juritz (K), Claudia Riegler (S), Sabine Schöffmann (K), Daniela Ulbing (K).
Herren (8): Arvid Auner (ST), Aron Juritz (K), Benjamin Karl (NÖ), Sebastian Kislinger (ST), Lukas Mathies (V), Fabian Obmann (K), Alexander Payer (K), Andreas Prommegger (S).

Programm:

Samstag, 09.03.2019:
09.30 Uhr: Qualifikation Damen und Herren
13.30 Uhr: Finale der Top 16 Damen und Top 16 Herren

TV-Hinweis:
ORF SPORT+ überträgt den Weltcup-Parallelriesentorlauf in Scuol am Samstag, 09.03.2019, ab 13.25 Uhr LIVE!

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