Rehrl arbeitet hart an Comeback

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ÖSV/Derganc Der Kraftaufbau steht bei "FJ" derzeit im Mittelpunkt des Trainings

Franz-Josef Rehrl schwitzt derzeit zuhause in Ramsau am Dachstein. Der nordische Kombinierer befindet sich mitten in der Reha-Phase nach seinem Kreuzbandriss vergangenen Dezember. 

Den Heimweltcup im Dezember 2020 hatte sich Franz-Josef Rehrl wohl anders vorgestellt. Nach einem Verkanter bei der Landung erhielt der dreifache WM-Medaillengewinner die erschreckende Diagnose Kreuzbandriss. Seitdem arbeitet er hart an seinem Comeback, wie er oesv.at im Gespräch erzählt.

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ÖSV/Derganc

Franz-Josef, wie geht es dir aktuell?

Mir geht es super, danke. Das Knie hält und ich kann schon wieder bis auf Skispringen fast alles machen. Selbst einbeinige Kniebeugen gehen schon wieder, das ist lange Zeit nicht gegangen.

Wie waren die ersten Tage und Wochen nach der Verletzung?

Es war natürlich richtig bitter, die Saison von zuhause aus verfolgen zu müssen. So blöd es aber klingt, die Verletzung hatte auch was gutes. Ich hatte sehr viel Zeit für die Familie und für meinen Sohn und konnte den Winter einmal von einer anderen Perspektive, nämlich von zuhause aus mitverfolgen. Normal sind wir ja immer unterwegs und haben so einen „Alltag“ zuhause eigentlich nicht. Doch ich habe schnell gemerkt, dass ich ein Rennpferd bin. Ich habe mich dann richtig gefreut, wieder richtig mit dem Training und der Reha loslegen zu können.

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ÖSV/DergancTraining mit Ausblick auf die Ramsauer Schanze, wo Rehrl sich vergangenen Dezember verletzte

Wie schwer war es, nach so einer schweren Verletzung wieder aufzustehen und sich neu zu motivieren?

Eigentlich gar nicht schwer. Ich bin top motiviert und habe ein klares Ziel, nämlich wieder vorne in der Weltspitze mitzumischen. Das Training mit dem Ausblick auf die Schanze motiviert da noch mehr. Wenn man dann merkt, dass was weitergeht, dass das Knie hält und schmerzfrei ist, dann ist das noch ein zusätzlicher Energieschub. Das treibt noch mehr an.

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ÖSV/DergancDer Ramsauer genießt das Training bei sich in den umliegenden Bergen

Was steht derzeit trainingsmäßig am Programm?

Ich arbeite viel an meiner Kraft und Ausdauer. Neben Einheiten in der Kraftkammer findet man mich auf der Rollerstrecke oder beim Training auf den umliegenden Bergen. Mit dem Springen muss ich noch warten, das dauert noch bis in den späten Herbst. Einstweilen versuche ich, kraft- und stabilitätsmäßig eine solide Basis zu legen. Dafür stehe ich in ständigem Austausch mit meinen Trainern und Physiotherapeuten.

Welche konkreten Ziele hast du für die kommende Saison?

Ich arbeite von Tag zu Tag, von Woche zu Woche und möchte in erster Linie wieder konkurrenzfähig zurück auf der Schanze sein. Wenn das alles passt, dann gibt es nur ein Ziel, und das heißt zurück an die Weltspitze. Ich möchte vorne mitmischen und die Rennen wieder vorne mit gestalten. Das Gefühl eine Medaille zu gewinnen, möchte ich sobald wie möglich wieder erleben. Am besten dann die in Gold.

Danke für das Gespräch!

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ÖSV/DergancIn seiner Freizeit verschlägt es den sympathischen Steirer dann schon mal gern in seinen Garten zu seinen neuen "Mitbewohnern"

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