Rehrl siegt in Oberstdorf

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Im Nightrace von Oberstdorf stand heute Mittwoch ein Österreicher ganz oben am Podest. Franz-Josef Rehrl siegt souverän vor dem Japaner Ryota Yamamoto und dem Finnen Eero Hirvonen.

Bei den Damen geht der Sieg an Gyda Westvold Hansen (NOR) vor Ema Volavsek (SLO) und Nathalie Armbruster (GER), Lisa Hirner wird als beste Österreicherin Fünfte.

Den Sprungdruchgang der Damen konnte Gyda Westvold Hansen für sich entscheiden. Die norwegische Dominatorin ist erst in Oberstdorf in den Sommer-Grand-Prix eingestiegen und zeigte sich in bestechender Form. Mit 105 Metern gelang ihr mit Abstand der weiteste Sprung des Wettkampfs, ihr Vorsprung auf die erste Verfolgerin Nathalie Armbruster betrug 45 Sekunden. Annalena Slamik startete als Sechste mit 1min 25sek ins Rollerrennen, Lisa Hirner folgte weitere neun Sekunden hinter Slamik auf Platz 8.

Das Rollerrennen wurde als Nightrace ausgetragen. Die Herren mussten 6 Runden (10km) und die Damen 3 Runden (5km) auf einem Rundkurs im Zentrum von Oberstdorf absolvieren. Beleuchtet wurde die Strecke mit Scheinwerfer und Flutlicht, was ein besonderes Wettkampfambiente erzeugte. Während Westvold Hansen im Damenrennen einen ungefährdeten Start Ziel Sieg feierte, konnte sich Lisa Hirner im Rollerrennen von Platz 8 nach dem Springen noch auf den fünften Gesamtrang verbessern. Die Tirolerin Annalena Slamik fiel einen Platz zurück und wurde gesamt Siebende.

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ÖSV/Derganc

Bei den Herren war es Ryota Yamamoto (JPN), der die Konkurrenz auf der Schanze in die Schranken wies. Der Japaner segelte mit 133,5 Metern gleich weit wie Franz-Josef Rehrl, als Führender betrug sein Vorsprung 15 Sekunden auf den Zweitplatzierten Rehrl. Johannes Lamparter, der in Oberstdorf in den Sommer-GP eingestiegen ist, sprang als zweitbester Österreicher auf Platz 7, sein Rückstand betrug 1min 44sek.

Rehrl konnte im Rollerrennen schnell auf Yamamoto aufschließen und ihn in Folge abschütteln. Gekonnt hielt der Steirer die Konkurrenten auf Distanz und feierte mit 31,9 Sekunden Vorsprung auf Yamamoto einen ungefährdeten Sieg. Sowohl Johannes Lamparter als auch Martin Fritz hielten ihre Positionen vom Springen auch im Rennen und überquerten als Siebender (Lamparter) und Achter (Fritz) die Ziellinie.

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ÖSV/Derganc

Die weiteren Platzierungen der ÖSV-Athleten:

14. Stefan Rettenegger

19. Philipp Orter

26. Thomas Rettenegger

39 Manuel Einkemmer

46. Florian Kolb

Franz-Josef Rehrl: „Es war heute ein fast perfekter Wettkampf von mir. Auf der Schanze konnte ich mich im Vergleich zu den letzten Wettkämpfen steigern und einen guten Sprung zeigen. Im Rollerrennen bin ich selbst etwas überrascht, dass ich den Vorsprung auf die Verfolger und auf die richtig schnellen Läufer sogar ausgebaut habe. Das macht mich schon sehr stolz. Jetzt gehts nach Tschagguns, ich freue mich richtig auf die Wettkämpfe in der Heimat. Heute war schon eine richtig coole Stimmung und ich hoffe, dass das daheim auch so sein wird.“

Lisa Hirner: „Es war ein verdammt hartes Rennen, aber mit den vielen Zuschauern vor Ort war es sehr cool zu laufen. Auf der Schanze habe ich noch etwas zu kämpfen, doch die Sprünge werden immer besser, ich bin zufrieden, wie es verlauft. Ich bin happy mit dem fünften Platz und jetzt freue ich mich auf den Heim-Grand Prix.“

Morgen Donnerstag reisen die Teams weiter nach Tschagguns, wo kommendes Wochenende zwei Einzelwettkämpfe von der Normalschanze stattfinden.

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