Riegler: "Spüre immer noch das Feuer in mir!"

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Foto: GEPA Claudia Riegler peilt in der kommenden Saison in Peking ihre fünfte Teilnahme bei Olympischen Winterspielen an.

Parallel-Ass Claudia Riegler wird ihre Karriere fortsetzen und auch in der kommenden Saison dem ÖSV-Snowboardteam angehören! 

"Ich spüre immer noch das Feuer in mir! Einerseits war für diese Entscheidung ausschlaggebend, dass ich meine Ziele, die ich mir vor der abgelaufenen Saison gesetzt habe, großteils auch erreicht habe. Andererseits ist es natürlich ein großer Anreiz, im kommenden Winter in Peking noch einmal bei Olympischen Winterspielen zu starten", erklärt Claudia Riegler. Die 47-Jährige gewann im vergangenen Winter beim Heimweltcup in Bad Gastein zusammen mit Andreas Prommegger den Mixed-Teambewerb und holte zudem drei vierte Plätze (zwei im Einzel, einen im Team). Dazu fuhr Riegler auch bei der Weltmeisterschaft im slowenischen Rogla im Parallelriesentorlauf auf Rang vier. In der Parallel-Gesamtwertung landete die Gewinnerin von acht Weltcuprennen (6 im Einzel, 2 im Team) als beste Österreicherin auf Platz acht.

"Ich bin mit dem Vorsatz in die vergangene Saison gegangen, weniger Fehler zu machen und dadurch mehr Konstanz in meine Läufe zu bringen. Dass mir beide Vorhaben gelungen sind, zeigt die Tatsache, dass ich im gesamten Winter nur ein einziges 16er-Finale verpasst habe. Zum Sprung auf das Stockerl haben mir ein paar Mal nur einige Hundertstel gefehlt. Dazu motiviert mich, dass ich mit Fahrerinnen wie der Russin Sofia Nadyrshina oder der Japanerin Tsubaki Miki, die 30 Jahre jünger sind als ich, immer noch auf Augenhöhe bin", betont Riegler, die am 24. November 1994 in Kaprun ihr Weltcupdebüt feierte.

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Foto: ARVIDEO MediaDie 47-jährige Salzburgerin war im vergangenen Winter im Parallel-Gesamtweltcup als Achte beste Österreicherin.

Dass sie bei Großereignissen immer noch um Medaillen mitfahren könne, habe ihr die WM in Rogla gezeigt, wo sie sich im PGS im kleinen Finale gegen ihre Teamkollegin Julia Dujmovits um Bronze duellierte. "Dort hat es zwar nicht ganz gereicht, aber wenn du bei einer WM die Chance auf Edelmetall hast, dann hast du sie auch bei Olympischen Spielen. Es würde ein Traum für mich in Erfüllung gehen, in Peking eine Olympia-Medaille zu gewinnen", so Riegler, die in China ihre fünfte Teilnahme an Winterspielen nach Salt Lake City 2002, Vancouver 2010, Sotschi 2014 und Pyeongchang 2018 anpeilt. Als bestes Olympia-Resultat steht für die Salzburgerin ein siebenter Platz in Vancouver zu Buche.

"20 Jahre nach meinem Olympia-Debüt zum fünften Mal bei Winterspielen anzutreten wäre ein doppeltes Jubiläum. Dafür werde ich mich ab Mai intensiv vorbereiten", so eine voll motivierte Riegler, die im kommenden Winter mit Sondereditionen ihres Boards und ihrer Bindung unterwegs sein wird. Die entsprechenden Designs dafür hat die "Grande Dame" der internationalen Snowboardszene zusammen mit ihrem Lebensgefährten Matthieu selbst entworfen.

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