Rohrweck "sprintet" auf Platz vier

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Foto: GEPA Johannes Rohrweck (rotes Trikot) fuhr beim "Sprint" in Arosa ein starkes Rennen und wurde Vierter.

Johannes Rohrweck hat beim Sprintrennen in Arosa (SUI) zum zweiten Mal in dieser Weltcupsaison am Siegespodest angeklopft, geworden ist es für den Oberösterreicher am Ende wie schon bei der Olympia-Generalprobe in Secret Garden (CHN) Rang vier. 

Nachdem Johannes Rohrweck im großen Finale den Start nicht optimal erwischt hatte, musste er seine Konkurrenten ziehen lassen. Als auch eine Attacke in der Negativkurve in der Mitte des 470 Meter langen Kurses nicht den erhofften Erfolg brachte, war die Chance auf einen Podestplatz endgültig dahin. So siegte der Schwede David Mobärg vor dem Franzosen Terence Tchiknavorian und dem Kanadier Jared Schmidt.            

"Zweimal in dieser Saison schon Vierter zu werden, tut ein wenig im Herzen weh, weil ein Podium natürlich viel schöner wäre. Es war aber trotzdem eine gute Leistung heute, und ich bin auch zu einem gewissen Grad stolz darauf, was mir in diesem Rennen gelungen ist, schließlich waren auch einige harte Fights mit dabei. Leider ist mir im großen Finale beim Start ein Fehler unterlaufen, und Fehler verzeiht diese Sprintstrecke ganz einfach nicht", sagte Johannes Rohrweck.

Zweitbester Österreicher wurde der Salzburger Adam Kappacher als Zehnter, der ebenso wie der zwölftplatzierte Tristan Takats das Viertelfinale erreichte. Auch Kappacher und Takats haderten in der Runde der letzten 16 mit ihren Starts. "Als im Viertelfinale das Startgate ewig nicht aufgegangen ist, habe ich mir gedacht, es gibt ein technisches Problem. Deshalb habe ich mich aufgerichtet, weil ich nachfragen wollte, ob etwas nicht stimmt. Fast gleichzeitig ist die Klappe dann gefallen und ich habe dadurch gleich am Start wertvolle Meter verloren", ärgerte sich Kappacher.

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Foto: GEPADer Salzburger Adam Kappacher landete als zweitbester Österreicher im Endklassement auf Rang zehn.

Takats war vermeintlich schon als Laufdritter im Sechzehntelfinale ausgeschieden, doch nach der Disqualifikation des Schweizers Tobias Baur wegen eines nicht korrekt passierten Richtungstors bekam der Niederösterreicher eine zweite Chance, die er zum Vorstoß ins Viertelfinale nützte. "Doch dann ist mir vom Rennablauf her alles zu schnell gegangen. Ich habe mich kaum auf das Viertelfinale vorbereiten können und deshalb auch den Start in diesem Heat überhaupt nicht hinbekommen. Beim nächsten Sprintrennen weiß ich, was auf mich zukommt", meinte Tristan Takats.

Mit dem Einzug ins Achtelfinale holten der Niederösterreicher Johannes Aujesky (22.) und der Steirer Sandro Siebenhofer (25.) ebenfalls Weltcuppunkte. Für den Vorarlberger Frederic Berthold (55.) und den Steirer Robert Winkler (56.) war im Sechzehntelfinale Endstation, wobei Winkler von Andrei Gerasimov unsanft aus dem Rennen genommen wurde, als der Russe nach einem Sprung den Österreicher mit rudernden Armen voll im Gesicht traf, woraufhin Winkler seine Fahrt abbrechen musste.

Bei den Damen kam es im Viertelfinale zu einer Kollision der beiden Österreicherinnen Katrin Ofner und Andrea Limbacher. Nachdem Ofner in der Negativkurve zu weit von der Ideallinie abgekommen war, fuhr sie in der Ausfahrt durch ein Richtungstor und prallte in weiterer Folge mit Limbacher zusammen. Die ÖSV-Läuferinnen kamen bei dieser Aktion zu Sturz, zum Glück blieben beide unverletzt. Limbacher wurde als Elfte klassiert, Ofner als 14. Den Sieg holte sich Marielle Thompson (CAN) vor Fanny Smith (SUI) und Zoe Chore (CAN). Die bisherige Saison-Dominatorin Sandra Näslund (SWE) crashte im großen Finale in einem harten Duell mit Smith und musste sich mit Rang vier begnügen.

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Foto: GEPAAndrea Limbacher (grünes Trikot) blieb bei der Kollision mit Katrin Ofner ebenso wie ihre ÖSV-Teamkollegin zum Glück unverletzt.

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