Rohrweck, Traxler, Wahrstötter feiern Comeback

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Foto: ÖSV Johannes Rohrweck blickt der WM-Saison nach überstandenem Kreuzbandriss optimistisch entgegen.

Mit den Österreichischen Meisterschaften und einem Europacup-Bewerb eröffnen die Skicrosser an diesem Wochenende auf dem Pitztaler Gletscher die WM-Saison 2018/19. Bei den Herren stehen die beiden Rennen im Zeichen der Comebacks von Johannes Rohrweck, Christoph Wahrstötter und Daniel Traxler. 

Das ÖSV-Trio trifft bei den international ausgeschriebenen Konkurrenzen auf hochkarätige Konkurrenz, haben doch die Weltcup-Teams aus Kanada mit Olympiasieger Brady Leman, Frankreich mit Sotschi-Goldmedaillengewinner Jean Frederic Chapuis, der Schweiz mit dem regierenden Weltcup-Gesamtsieger Marc Bischofberger sowie Russland für den Saisonauftakt genannt. Bei den Damen ist mit der Kanadierin Marielle Thompson (Sotschi 2014) ebenfalls eine Olympiasiegerin im Pitztal am Start.

Johannes Rohrweck zog sich im vergangenen Dezember beim Weltcup-Rennen im Montafon einen Kreuzbandriss zu, der auch den Traum des Oberösterreichers von Olympia in Pyeongchang platzen ließ. "Ich habe die Verletzung schnell abgehakt und bin auch mit dem Heilungsverlauf sehr zufrieden. Ich habe im Vergleich zur Konkurrenz zwar sicher noch einen Trainingsrückstand, aber der wird von Woche zu Woche kleiner. Die Rennen im Pitztal sind sehr stark besetzt und daher eine gute Standortbestimmung für unsere gesamte Mannschaft", sagte Johannes Rohrweck.

Für Christoph Wahrstötter endeten die Olympischen Spiele im Februar in Südkorea mit einem Sturz im Achtelfinale, der eine schwere Gehirnerschütterung zur Folge hatte, die dem Tiroler noch einige Zeit zu schaffen machte. "Ich bin am Ende des vergangenen Winters noch einmal Skifahren gewesen, aber das war mehr eine Qual als ein Vergnügen. Ich habe deshalb den ganzen Sommer die Ski nicht mehr angerührt. Mit dem Beginn des Herbsttrainings waren dann zum Glück das Gefühl für den Schnee und der Spaß wieder komplett da. Wir haben super trainiert und sind dementsprechend gut vorbereitet. Die Rennen im Pitztal sind ein guter Test für die bevorstehenden Aufgaben im Weltcup", meinte Christoph Wahrstötter. Der Skicross-Weltcup startet mit zwei Rennen am 7. und 8. Dezember 2018 im französischen Val Thorens.

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Foto: GEPAChristoph Wahrstötter hatte einige Zeit mit der in Pyeongchang erlittenen Gehirnerschütterung zu kämpfen, ist nun aber wieder topfit.

Der Oberösterreicher Daniel Traxler verpasste aufgrund eines Oberschenkelbruchs im September 2016 und eines Bandscheibenvorfalls im Oktober 2017 sogar die beiden vergangenen Weltcup-Saisonen. "Ich habe mich im Training erst schrittweise wieder an die höheren Belastungen gewöhnen müssen. Dabei bin ich auch von unserem Physiotherapeuten Emanuele Mattivi super unterstützt worden. Ich bin schon extrem gespannt, wie es sich anfühlen wird, endlich wieder Rennluft zu schnuppern", sagte Daniel Traxler. Titelverteidiger bei den Österreichischen Meisterschaften ist der Salzburger Adam Kappacher.

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Foto: EXPADaniel Traxler freut sich nach zwei verpassten Weltcup-Saisonen auf sein Comeback am Pitztaler Gletscher.

Bei den Damen ist Andrea Limbacher in Abwesenheit der zehnfachen Staatsmeisterin Katrin Ofner, die nach einem im September in Saas Fee (SUI) erlittenen Muskelabriss am Sitzbeinhöcker im rechten Oberschenkel intensiv an ihrem Comeback arbeitet, die große Titelfavoritin. Auch die Weltmeisterin 2015 bekommt es mit starken internationalen Gegnerinnen zu tun. So stehen neben Marielle Thompson auch deren kanadische Teamkollegin Brittany Phelan, die Französinnen Alizee Baron und Marielle Berger Sabbatel oder die Russin Anastasiia Chirtcova auf der Nennliste. "Die Rennen im Pitztal sind eine optimale Gelegenheit, um wieder in den Rennmodus zu kommen. Daher kommt es auch nicht von ungefähr, dass so viele starke Nationen hier ihre Weltcup-Generalprobe absolvieren", so Andrea Limbacher.

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Foto: GEPAAndrea Limbacher ist bei den Staatsmeisterschaften die große Titelfavoritin bei den Damen.

Programm:

Samstag, 24. November 2018 (Österreichische Meisterschaft):
10.45 Uhr: Qualifikation
13.00 Uhr: Finale            

Sonntag, 25. November 2018 (Europacup):
10.45 Uhr: Qualifikation
13.00 Uhr: Finale

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