SBX-Saisonfinale verlief nicht nach Wunsch

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Das Saisonfinale der Snowboardcrosser in Veysonnaz (SUI) stand für die ÖSV-Herren unter keinem guten Stern! Nachdem Olympiasieger Alessandro Hämmerle wegen einer Coronavirus-Infektion zum letzten Rennen nicht mehr antreten konnte, war auch für Jakob Dusek die kleine Chance auf den Gewinn der SBX-Kristallkugel nach einem Sturz im Achtelfinale schnell dahin. Damit stand auch der Gesamtweltcupsieg des Deutschen Martin Nörl (460), der Tagesneunter wurde, vor Hämmerle (386) und Dusek (370) fest. 

Im Viertelfinale kam dann auch noch Lukas Pachner schwer zu Sturz, nachdem ein Sprung des Wieners viel zu weit gegangen war. Der ÖSV-Boarder musste mit Verdacht auf eine Oberarmfraktur mit dem Rettungshubschrauber abtransportiert werden. Dass Pachner als 13. bester Österreicher wurde, geriet angesichts seiner Verletzung zur Nebensache. Die Platzierungen der weiteren ÖSV-Herren: 17. David Pickl, 25. Jakob Dusek und Julian Lüftner. Mit diesem Ergebnis riss auch die beeindruckende Serie des ÖSV-Teams, das in 14 Rennen davor (12 x Weltcup, 1 x WM, 1 x Olympische Spiele) stets mit einem Fahrer auf dem Podest vertreten war. Im großen Finale hielt der Kanadier Eliot Grondin ein französisches Trio in Schach und siegte vor Merlin Surget, Leo le Ble Jacques und Loan Bozzolo. 

"Es war heute schnell vorbei, weil ich in der ersten Kurve mit meinem Brett unter das Board des Tschechen Radek Houser gekommen bin. Nach der ersten Enttäuschung überwiegt jetzt aber die Freude, dass ich den Weltcup auf dem dritten Platz beendet habe. Das zeugt von Konstanz. Es ist nur schade, dass unsere Podestserie zu Ende gegangen ist. Leider ist es auch nicht dazu gekommen, heute gemeinsam mit Izzi (Alessandro Hämmerle, Anm.) auf dem Gesamtweltcup-Podium zu stehen. Darauf habe ich mich schon sehr gefreut, weil wir während unserer Serie nie zusammen auf dem Stockerl waren", sagte Jakob Dusek.      

Bei den Damen holte Pia Zerkhold als Zweite des kleinen Finales mit Gesamtrang sechs noch ein starkes Ergebnis. Nach drei vierten Rängen und insgesamt sechs Top-Ten-Platzierungen in acht Saisonrennen zog die Niederösterreicherin zufrieden Bilanz. "Das war noch einmal ein solides Rennen und eigentlich ein guter Tag, wenn der Sturz von Luki nicht gewesen wäre. Ich hätte mir vor der Saison nicht erwartet, dass ich dreimal in ein großes Finale fahren würde. Im kommenden Winter nehme ich jetzt das Unternehmen Podestplatz in Angriff", meinte Pia Zerkhold.     

Der Sieg bei den Damen ging an die Britin Charlotte Bankes vor der US-Amerikanerin Faye Gulini und der Französin Manon Petit Lenoir. Die SBX-Kristallkugel sicherte sich Bankes vor Michela Moioli (ITA) und Chloe Trespeuch (FRA). Pia Zerkhold reihte sich an der sechsten Stelle ein. Auf die viertplatzierte Australierin Belle Brockhoff fehlten der Österreicherin lediglich sieben Zähler.       

Im Snowboardcross-Nationencup wurde Österreich mit 1.532 Punkten hinter Frankreich (1.744) und Italien (1.560) Dritter.

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