Schett triumphiert in Pyhä 

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Foto: ÖSV Reinhold Schett feierte im finnischen Pyhä seinen zweiten Weltcupsieg.

An diesem Wochenende standen die ersten zwei Snowboardcross Rennen der Saison in Lappland auf dem Terminkalender des Para Snowboard Teams.

Normalerweise ist es zu dieser Jahreszeit im hohen Norden Finnlands winterlich und kalt, aber dieses Jahr wackelte der Termin mangels Schnee bis zur letzten Minute. Trotzdem schaffte es das Organisationsteam dank Schneekanonen einen kurzen, aber herausfordernden Kurs zu bauen.

Die Trainingsbedingungen und das starke Starterfeld versprachen Spannung, nur das Wetter spielte nicht mit. „Das Training im Kurs war echt bärig, aber dann kam der Regen am Renntag. Da braucht es einen Fensterwischer, wenn du oben am Start stehst“, meinte Rene Eckhart augenzwinkernd. Pech hatten Eckhart, Schett und Mayrhofer an dem ersten Renntag nicht nur mit dem Wetter, sondern auch mit der Platzierung. Eckhart flog gegen den späteren Sieger Mike Schultz aus den USA raus. Schett und Mayrhofer unterlagen jeweils im kleinen Finale und fuhren beide auf Platz 4.

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Foto: ÖSVPatrick Mayrhofer (rechts) schaffte es ebenfalls auf das Podest.

Am zweiten Renntag konnten Reinhold Schett und Patrick Mayrhofer aber zeigen, dass sie auch bei diesen Bedingungen ihre Leistungen abrufen können. Mayerhofer fuhr nach einer nicht zufriedenstellenden Qualifikation schlussendlich einen beachtlichen 3. Platz heraus. Überragender Snowboarder des Tages war aber Reinhold Schett, der seinen zweiten Snowboardcross WC-Sieg nach Big White 2016 erringen konnte. „Die nassen Verhältnisse am ersten Tag machten es mir brutal schwer. Ich brauche Feedback vom Schnee, sonst kann ich nur schwer einschätzen ob ich auf der Backside oder Frontside stehe“, benennt der 37-Jährige eine Besonderheit seiner Beeinträchtigung. „Umso glücklicher bin ich, dass ich auch bei diesen Bedingungen siegen konnte“. Er setzte sich gegen Chris Vos (NL) und Noah Elliot (USA) durch. Eckhart belegte Rang sieben.

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