Schöffmann und Karl fahren aufs Podium

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Foto: ÖSV Benjamin Karl und Sabine Schöffmann freuen sich über ihre Podiumsplätze beim Weltcup-PGS in Cortina d'Ampezzo.

Zwei dritte Plätze haben Sabine Schöffmann und Benjamin Karl beim Weltcup-Parallelriesentorlauf in Cortina d'Ampezzo für das ÖSV-Team herausgefahren.

Schöffmann kehrte damit etwas mehr als zehn Monate nach ihrer schweren Sprunggelenksverletzung, die sie im vergangenen Jänner in Bansko (BUL) erlitten hatte, wieder auf das Siegespodest zurück. Karl durfte sich nach Rang zwei am Donnerstag beim PGS in Carezza bereits über den zweiten Stockerlplatz in der noch jungen Saison freuen. Der vierfache Weltmeister kommt nun auch mit dem gelben Trikot des Weltcup-Führenden zu den Heimrennen am 8. und 9. Jänner 2019 nach Bad Gastein.

Sabine Schöffmann zeigte heute nach ihrem 15. Rang zum Auftakt in Carezza eine deutliche Leistungssteigerung. Nach einem guten fünften Platz in der Qualifikation schaltete die Kärntnerin in der Auftaktrunde die Schweizerin Nicole Baumgartner souverän aus und setzte sich auch im Viertelfinale gegen Carezza-Siegerin Nadya Ochner (ITA) durch. Im Semifinale musste Schöffmann zwar der späteren Siegerin Ester Ledecka (CZE) den Vortritt lassen, im kleinen Finale behielt die Österreicherin dann jedoch gegen die Slowenin Gloria Kotnik die Oberhand. Ledecka bezwang im großen Finale die Schweizerin Julie Zogg.

"In Carezza hat es noch nicht nach Wunsch geklappt, daher bin ich sehr froh, dass es hier in Cortina besser gelaufen ist und ich wieder auf dem Podium stehe. Wir haben hier in der letzten Woche super trainiert, daher bin ich mit einem guten Gefühl hergekommen. Ich habe mich heute ganz gut heruntergekämpft. Wenn das dann auch noch mit einem dritten Platz belohnt wird, ist es umso schöner", freute sich Sabine Schöffmann. Jemima Juritz stellte mit der Finalqualifikation ihr Talent unter Beweis und wurde in der Endabrechnung 15. Daniela Ulbing (37.) und Claudia Riegler (40.) wurde im ersten Qualifikationslauf eine vereiste Stelle am fünften Tor zum Verhängnis. Wie für viele andere Top-Fahrerinnen kam auch für das ÖSV-Duo damit bereits frühzeitig das Aus.

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Foto: FIS (Miha Matavz)Sabine Schöffmann schaffte etwas mehr als zehn Monate nach ihrer schweren Sprunggelenksverletzung wieder den Sprung zurück auf das Podest.

Bei den Herren qualifizierten sich gleich sechs ÖSV-Boarder für die Finalentscheidung der Top 16, von denen es Benjamin Karl und Andreas Prommegger jeweils in das Halbfinale schafften. Dort hatte sowohl Karl gegen den späteren Sieger Roland Fischnaller (ITA) als auch Prommegger gegen Nevin Galmarini (SUI) das Nachsehen. Im kleinen Finale setzte sich Karl wie schon am vergangenen Donnerstag im ÖSV-Duell knapp gegen Prommegger durch. War es im Carezza-Halbfinale eine Hundertstel gewesen, die für den Niederösterreicher den Ausschlag gegeben hatte, so lag Karl heute eine Zehntelsekunde vor seinem Teamkollegen Prommegger, der damit wie schon vor zwei Tagen erneut Vierter wurde.

"Ich hätte mir nie gedacht, dass ich auf einem so flachen Hang wie hier in Cortina so viel Freude am Snowboarden haben kann. Die Piste war in einem perfekten Zustand, es war heute einfach nur gewaltig und Racing auf höchstem Niveau. Es ist überragend, die Saison mit zwei Podestplätzen zu starten. Und dass ich Weihnachten mit dem gelben Trikot feiern darf, ist das schönste Geschenk. Ich bin schon gespannt, was mich in Bad Gastein erwartet, denn im Training haben mich die Teamkollegen im Slalom ganz schön im Griff gehabt. Aber ich fahre natürlich voll motiviert dorthin", strahlte Benjamin Karl.

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Foto: FIS (Miha Matavz)So jubelte Benjamin Karl über Rang drei, den er mit einem Erfolg über seinen ÖSV-Teamkollegen Andreas Prommegger fixierte.

Der Vorarlberger Lukas Mathies, der im Viertelfinale Andreas Prommegger unterlegen war, ließ mit Platz sieben eine deutliche Aufwärtstendenz erkennen. Mit Sebastian Kislinger (9.), Alexander Payer (13.) und Fabian Obmann (14.) landeten drei weitere Österreicher unter den Top 14. Für Aron Juritz (26.) und Arvid Auner (34.) war hingegen in der Qualifikation Endstation.

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