Silber im Slalom: Fünfte Medaille für Aigner

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Foto: GEPA Johannes Aigner und Guide Matteo Fleischmann holten mit Silber im Slalom ihre fünfte Medaille.

Johannes Aigner hat in Peking rot-weiß-rote Paralympics-Geschichte geschrieben! Der 16-jährige Niederösterreicher carvte am Schlusstag der Paralympischen Winterspiele mit Guide Matteo Fleischmann auf Frühlingsschnee zu Slalom-Silber – und holte damit als erster österreichischer Athlet überhaupt fünf paralympische Alpin-Medaillen an einem Ort. Das Paralympic Team Austria beendet die Spiele in Peking mit insgesamt 13 Mal Edelmetall.

Die unglaubliche Stockerl-Serie von Johannes Aigner und Matteo Fleischmann hielt auch im abschließenden Slalom. Der Gloggnitzer und sein Guide lieferten auf der „Ice River“-Rennstrecke noch einmal eine spektakuläre Ski-Show – und ein packendes Duell mit dem Italiener Giacomo Bertagnolli (Guide: Andrea Ravelli), in dem der Italiener um 0,23 Sekunden die Skispitzen vorne hatte.

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Foto: GEPAJohannes Aigner und Matteo Fleischmann holten in Peking 2x Gold, 2x Silber und einmal Bronze.

„Wir sind mit dem Ziel nach China geflogen, dass wir eine Medaille gewinnen möchten. Dass wir hier so abräumen, damit war nicht zu rechnen. Ausschlaggebend war sicher Abfahrts-Gold, weil es völlig unerwartet war, danach ist alles viel leichter gegangen.“

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Foto: GEPADas ÖSV-Duo fuhr mit einer starken Leistung auf Rang zwei.

In der Klasse Stehend zeigte Thomas Grochar wie so oft einen starken ersten Lauf, lag als Fünfter voll im Rennen um die Medaillen und nur 0,62 Sekunden hinter Bronze. Im Finale verlor der Kärntner aber bereits im oberen Teil den Rhythmus und schied nach einem Torfehler aus. „Schade! Ich hätte den Jungs vor mir mit einer Laufbestzeit liebend gerne etwas Druck gemacht, aber es hat nicht sollen sein“, ärgerte sich der 28-Jährige, der auch im Riesentorlauf nicht ins Ziel kam. Ob er es in vier Jahren bei den Winterspielen in Mailand und Cortina d‘Ampezzo noch einmal probiert, lässt der Paralympics-Fünfte von Sotschi 2014 offen.

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Foto: GEPAThomas Grochar schied nach einem starken ersten Durchgang im Finale aus.

Der Tiroler Manuel Rachbauer verbesserte sich im zweiten Durchgang vom 29. auf den 21. Platz und nimmt viele wertvolle Erfahrungen von seinen ersten Paralympics mit. „Die Spiele waren größer als alles, was ich bisher erlebt habe. Vor dem Riesentorlauf war ich etwas nervös, aber das konnte ich ablegen. Mit meinen Leistungen bin ich sehr zufrieden. Danke auch an das gesamte Team, das mich sehr unterstützt hat.“

Das Paralympic Team Austria beendet die XIII. Paralympischen Winterspiele in Peking mit insgesamt 13 Medaillen. Fünf Mal Gold, fünf Mal Silber und drei Mal Bronze bedeuten für Österreich Rang sechs im Medaillenspiegel, vor Deutschland, Norwegen oder Italien.

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