Skibergsteiger trainierten im Stubaital

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Foto: Armin Höfl Christian Hoffmann und Jakob Herrmann bei einer Trainingseinheit im Stubaital.

In der vergangenen Woche haben die vier Athleten der Nationalmannschaft und Daniel Ganahl vom B-Kader gemeinsam mit Nationaltrainer Daniel Jochum das erste Gletscher- und Schneetrainingslager auf dem Stubaier Gletscher absolviert.

Im Vordergrund stand die Gewöhnung an das Gerät, was aber nicht lange dauerte, denn unsere Athleten fühlen sich schnell sehr wohl auf den Skiern. Nicht die Anzahl der Stunden oder Höhenmeter zählt, sondern die Qualität beim Training. So wurde mittels Laktatmessung kontrolliert, dass nicht zu intensiv trainiert wurde.

Die Trainingseinheiten am Berg wurden vorwiegend durch Radeinheiten am Nachmittag ergänzt, fallweise auch Laufeinheiten. Das Thema Athletik ist inzwischen zur Selbstverständlichkeit geworden und jeder trägt diesem Aspekt unterschiedlich Rechnung. Die Einheiten reichen von Morgen-Yoga bis hin zu Dehnen, Mobilisieren sowie Stabilisationstraining.

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Trainingslager im Stubaital (Fotos: ÖSV Skibergsteigen)
Stimmen:

Jakob Herrmann: "Im Team haben wir einen super Spirit, sowohl beim Training als auch im Apartment ergänzen wir uns prächtig. Am Gletscher sind super Verhältnisse ab 2.600 Metern. Das Training ist perfekt gelaufen, meine Schwerpunkte waren Skibergsteigen, Laufen, Radfahren und Stabilisation! Insgesamt habe ich 25 Stunden bei traumhaftem Wetter trainiert!"

Armin Höfl: "Ich konnte wieder super nach Plan trainieren, am Gletscher waren die Bedingungen nicht so schlecht und das Wetter war auch noch auf unserer Seite. Um das Training abwechslungsreicher zu gestalten bin ich meistens die ersten 900 Höhenmeter zu Fuß zur Schneegrenze gegangen. Vormittags stand Gletschertraining am Programm und nachmittags Radfahren, Mobilisieren und Dehnen, also aktive Regeneration.Ich bin mit dem Training sehr zufrieden und merkte von Tag zu Tag, dass es Früchte trägt. Bis auf ein paar kürzere Sprints wurde am meisten Wert aufs Grundlagentraining gelegt. Alles im allen habe ich die letzten 8 Tage 35 Stunden trainiert, davon 27 Stunden Ausdauertraining mit 19.000 Höhenmeter. Die Selbstversorgung und die Unterkunft im Apartment hat wieder ausgezeichnet funktioniert. So konnten wir schon um 7 Uhr morgens starten und hatten genug Regeneration für die zweite Einheit am Nachmittag."

Daniel Zugg: "Das Gletschertraining lief gut, auch das Gefühl in der Abfahrt war gleich wieder wie wenn ich nur eine Woche nicht auf Ski gestanden wäre! Die Bewegung im Aufstieg war anfangs noch sehr ungewohnt, wurde aber von Tag zu Tag besser. Ganz im Gegensatz zu den Schneeverhältnissen, die wurden von Tag zu Tag aufgrund des warmen Wetters schlechter. Am Plan standen bei mir vorwiegend lockeres Training am Gletscher, maximal 2,5 Stunden pro Tag. Dazwischen hab ich auch schon die ersten kurzen Intervalle trainiert. Nachmittags war ich meistens Radfahren und habe gedehnt bzw. mobilisiert. Jeden Tag haben wir morgens bereits mit Yoga-Übungen begonnen! War alles in allem wirklich ein gelungenes Trainingslager."

Christian Hoffmann: "Das Wetter, die Unterkunft und die Trainingsbedingungen vor Ort waren ausgezeichnet. Ich habe meine ersten langen Trainingseinheiten absolviert sowie erste kürzere intensive Einheiten.

Daniel Ganahl: "Das Trainingslager war für mich sehr schön. Die ganze Woche war ein Traumwetter, ich konnte viel und gut trainieren. Das weiße Gold hat leider ein bisschen ausgelassen, aber man kann nicht alles haben. Ich war insgesamt sechs Mal auf dem Gletscher und habe dort insgesamt 15.000 Höhenmeter gemacht. Am Nachmittag habe ich dann meine Einheiten am Fahrrad absolviert."

Daniel Jochum (Nationaltrainer): "Die Jungs haben brav trainiert und haben im ersten Schneetrainingslager einen soliden Grundstein für die kommende Saison gelegt. Hauptaugenmerk war sicherlich die Optimierung der Grundlagenausdauer und die Wiedergewöhnung ans Gerät. Es wurden fleißig Höhenmeter und Stunden am Gletscher gesammelt, wobei nach der Akklimatisation an die Höhe die Athleten individuell auch Spitzen mit Tempoeinheiten und Intervalltrainings setzten. Abgerundet war das Ganze durch morgendliche wie abendliche Mobilisation mit Yoga, ergänzendes Krafttraining und alternative Ausdauereinheiten wie Laufen und Radfahren."

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