Starke ÖSV-Damen holen Rang fünf

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Foto: GEPA Großer Jubel bei den ÖSV-Damen (v.l.): Dunja Zdouc, Julia Schwaiger, Anna Gandler und Anna Juppe.

Mit einer geschlossen überzeugenden Leistung sorgte das österreichische Damenteam beim heutigen Staffelbewerb in Antholz (ITA) mit Rang fünf für eine kleine Sensation. Das ÖSV-Quartett in der Formation Dunja Zdouc, Anna Gandler, Anna Juppe und Julia Schwaiger hielt sich von Beginn an im Spitzenfeld und durfte am Ende über das historisch beste rot-weiß-rote Ergebnis einer Damenstaffel jubeln. Vor allem am Schießstand lieferten alle vier Athletinnen eine eindrucksvolle Performance ab, benötigten insgesamt nur drei Zusatzpatronen und kämpften damit sogar über weite Strecken des Rennens um eine mögliche Podestplatzierung mit. Am Ende überquerte Schlussläuferin Julia Schwaiger mit einem Rückstand von 1:56,1 Minuten als hervorragende Fünfte die Ziellinie.

Der Sieg ging heute an das Team aus Frankreich. Lou Jeanmonnot, Anais Chevalier-Bouchet, Chloe Chevalier und Julia Simon leisteten sich insgesamt nur zwei Nachlader und setzten sich mit einem Vorsprung von 45,2 Sekunden gegen das Team aus Schweden (8 Nachlader) durch. Das Podest komplettierte die Mannschaft aus Deutschland (+1:16,9 min./10 Nachlader).

Rennverlauf:

Dunja Zdouc lieferte zu Beginn des Rennens eine gewohnt starke Vorstellung ab. Österreichs verlässliche Startläuferin blieb fehlerfrei, hielt sich das gesamte Rennen über im erweiterten Spitzenfeld und übergab als gute Siebente (+23 sec.) an Anna Gandler. Die Tirolerin schloss nahtlos an die starke Auftaktleistung ihrer Teamkollegin an, traf ebenfalls alle Schüsse ins Schwarze und positionierte das österreichische Team damit zur Hälfte des Wettkampfs auf Rang vier (+47,6 sec.). Anschließend ging Anna Juppe ins Rennen. Auch die Kärntnerin hielt die ÖSV-Staffel im Vorderfeld, benötigte nur stehend zwei Zusatzpatronen und übergab weiterhin an der vierten Position (+56,2 sec.) an Schlussläuferin Julia Schwaiger. Die Salzburgerin überzeugte, wie das gesamte Team, ebenfalls mit einer hervorragenden Schießleistung, leistete sich nur beim finalen Stehendanschlag einen Fehlschuss und brachte damit als Fünfte (+1:56,1 min.) das bisher beste österreichische Ergebnis einer Damenstaffel über die Ziellinie.

STIMMEN:

Dunja Zdouc: „Das war jetzt das dritte Rennen in dieser Höhe und ich glaube, es spüren schon alle ein wenig die Müdigkeit. Heute habe ich einen persönlichen Rekord aufgestellt, denn ich habe bei allen Rennen einer Wettkampfstation keinen einzigen Fehler geschossen und alle Scheiben abgeräumt – das ist schon richtig cool. Heute ist es mir läuferisch schon viel besser gegangen, ich hatte super Material und so macht Biathlon Spaß.“

Anna Gandler: „Ich habe heute Frieden geschlossen mit Antholz. Es war wirklich ein hartes Rennen, die Beine haben in der zweiten Runde schon so gebrannt und ich hätte mir ehrlich gesagt nicht gedacht, dass ich heute zweimal die Null schieße. Ich bin so froh und megahappy, besonders nach den letzten beiden Rennen, und das tut im Moment einfach richtig gut.“

Anna Juppe: „Ich glaube, das war mein bester Wettkampf an diesem Wochenende. Das hätte ich mir ehrlich gesagt nicht gedacht, denn auch die vorherigen beiden Rennen waren schon sehr gut. Es ist einfach genial, wenn man dank seiner Teamkolleginnen schon von so einer guten Position aus startet und das dann erfolgreich verwalten kann – das ist echt ein Traum!“

Julia Schwaiger: „Die drei Mädels vor mir haben einen richtig guten Job gemacht. Ich habe als Schlussläuferin noch nicht so viel Erfahrung und habe mir einfach vorgenommen, nicht zu viel über das Ergebnis nachzudenken und einfach bei mir zu bleiben. Dass mir mein Rennen heute so gut gelingt, hätte ich mir selber nicht gedacht, weil die bisherige Saison sehr durchwachsen war. Jetzt ist es einfach nur cool.“

Herrenteam belegt Rang elf
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Foto: GEPASimon Eder gelang auch im heutigen Staffelbewerb ein gute Leistung.

Beim abschließenden Staffelrennen der Herren sicherte sich wenig überraschend die Mannschaft aus Norwegen den Sieg. Die Skandinavier mit Sturla Holm Laegreid, Tarjei Boe, Johannes Thingnes Boe und Vetle Sjaastad Christiansen setzten sich mit insgesamt sechs Nachlader und 59 Sekunden Vorsprung gegen die Mannschaft aus Frankreich durch (6 Nachlader). Platz drei ging an das Quartett aus Deutschland (+2:17,5 min./11 Nachlader/1 Strafrunde).

Die ÖSV-Herren mit David Komatz, Simon Eder, Dominic Unterweger und Patrick Jakob landeten im Endklassement mit insgesamt neun Nachladern und einem Rückstand von 4:56,6 Minuten auf Rang elf.

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