Stefan Brennsteiner im Interview

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Einen Tag nach seiner Knie-OP spricht der 28-jährige über den Moment der Verletzung, die Operation und seine weiteren Pläne.

Stefan Brennsteiner hat sich beim Parallel-Riesentorlauf in Chamonix (FRA) eine Außenmeniskus- und eine Knorpelverletzung im linken Knie zugezogen. Der Riesentorlauf-Spezialist hat sich am Dienstag einer Arthroskopie bei Dr. Christian Fink in der Privatklinik Hochrum unterzogen.

Stefan, wie geht es dir und wie ist die OP verlaufen?

„Ich bin am Dienstag operiert worden und jetzt schon wieder zu Hause. Das Knie ist nicht geschwollen und ich habe keine Schmerzen. Es war sehr wichtig, dass diese Arthroskopie gemacht wurde. Das einzige, was nicht so nett ist, ist die Tatsache, dass ich in den nächsten Wochen zum Zuschauen verdammt bin.“

Hast du gleich geahnt, dass es etwas Gröberes ist?

„Ich habe direkt bei diesem Schwung über die Welle gemerkt, dass etwas nicht stimmt und dann instinktiv aufgehört. Es war ein Schnackeln im Knie und du weißt sofort, jetzt ist es vorbei. Zunächst habe ich befürchtet, dass es noch schlimmer ist.“

Kein Kreuzbandriss – kann man von Glück im Unglück sprechen?

„Ja, so kann man das sagen. Ich war nach der ersten Diagnose schon sehr erleichtert, weil der gesamte Verlauf völlig anders gewesen wäre und die Vorbereitung in die nächste Saison anders ausgesehen hätte.“

Wie sieht dein weiterer Plan aus?

„Einen konkreten Plan gibt es derzeit noch nicht. Gesundheit ist jetzt die erste Priorität. Dr. Fink hat mir deutlich gemacht, dass es in dieser Saison absolut keinen Sinn mehr macht. Der Fokus liegt darauf voll gesund zu werden und dann in eine gute Vorbereitung für die nächste Saison zu starten.“

Dein persönliches Fazit zu dieser Saison?

„Ernüchternd. Ich bin mit sehr großen Erwartungen in die Saison gestartet. Nach einem mäßigen Start waren Rennen dabei die OK waren. Mit dem Europacup-Doppelsieg in Kirchberg habe ich gut Selbstvertrauen getankt. In Garmisch ist es dann leider wieder daneben gegangen. Ich bin der Überzeugung, dass ich mehr draufhabe, als ich es heuer im Weltcup gezeigt habe. Abhacken und positiv nach vorne schauen!“

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