Traditionelle Verabschiedung in der Hofburg

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Foto: GEPA Von links: Marco Schwarz, Bundespräsident Alexander Van der Bellen und Katharina Liensberger

Mittwochmittag fand in der Hofburg die traditionelle Vereidigung und Verabschiedung des Olympic Team Austria für die Olympischen Winterspiele 2022 in Peking (4. – 20.2.) bei Bundespräsident Alexander Van der Bellen im Beisein von Bundeskanzler Karl Nehammer, Vizekanzler und Sportminister Werner Kogler, Verteidigungsministerin Klaudia Tanner und Innenminister Gerhard Karner statt.

Aufgrund der aktuellen Pandemie-Situation waren pro Sportart jeweils nur zwei VertreterInnen anwesend. Von AthletInnen-Seite kamen unter anderem Rodel-Olympiasieger David Gleirscher, Snowboard-Olympiasiegerin Julia Dujmovits sowie die Olympia-MedaillengewinnerInnen Katharina Liensberger, Benjamin Karl und Marco Schwarz in die Hofburg. ÖOC-Präsident Karl Stoss sprach stellvertretend für die 342-köpfige Delegation den Eid: „Wir geloben die Regeln zu respektieren und einzuhalten, im Geiste des Fairplay, der Inklusion und der Gleichberechtigung.“

„Wir werden natürlich von Österreich aus mit Ihnen mitfiebern und Ihnen selbstverständlich fest die Daumen drücken. Ich hoffe, es werden faire und verletzungsfreie Spiele! Ich wünsche Ihnen, dass Sie mit Medaillen zurückkommen, vor allem aber auch gesund!“

Bundespräsident Alexander Van der Bellen

„Es ist eine gewisse Gratwanderung, mitten in der Pandemie zusammenzukommen, ohne sich oder andere zu gefährden, Kontakte zu pflegen. Ich freue mich über jeden, der heute hier ist. Die Energie, die Sie aufbringen mussten, um hierher zu gelangen, ist schon bemerkenswert“, betonte Van der Bellen in seiner Ansprache.
„Heute, nach zwei Jahren Corona, merken wir: Pierre de Coubertins Gedanke hinter den Olympischen Spielen hat nichts an seiner Gültigkeit eingebüßt, im Gegenteil: Die Menschen auf der Welt friedlich zusammenzubringen, unabhängig davon, woher sie kommen oder welche Sprache sie sprechen. Diese Idee des Zusammenhalts gehört genauso aufs Podest wie jede und jeder von Ihnen. Damit sind Sie nicht nur in sportlicher Hinsicht, sondern auch in menschlicher Hinsicht wichtige Vorbilder.“

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Foto GEPADie Vertreter des Olympic Team Austria bei der traditionellen Verabschiedung in der Wiener Hofburg.

Bundeskanzler Karl Nehammer meinte in Richtung der 17 anwesenden AthletInnen: „Ich wünsche Ihnen, dass Sie Ihre persönlichen Erwartungen erfüllen können und die Olympischen Spiele ganz in Ihrem Sinne verlaufen.“ Vizekanzler und Sportminister Werner Kogler merkte an: „Ich kann mich nur bei Bundesheer, Polizei und Zollwache bedanken. Ohne diese Institutionen wäre der heimische Spitzensport in der aktuellen Form nicht möglich. Einen Medaillenwunsch will ich nicht abgeben. Die Erwartungshaltung der Öffentlichkeit ist ohnehin schon hoch. Aber im zweistelligen Bereich sollten wir uns – bei gutem Verlauf – schon bewegen können.“

„Wir als Österreichisches Olympisches Comité werden alles dafür tun, dass Ihr euch in Ruhe auf eure Wettkämpfe vorbereiten könnt. Je besser wir es gemeinsam schaffen, uns durch Unannehmlichkeiten nicht negativ beeinflussen zu lassen, ruhig, fokussiert zu bleiben, desto erfolgreicher werden wir am Ende sein“, führte ÖOC-Präsident Karl Stoss aus.

Vier OlympiasiegerInnen (Julia Dujmovits/Snowboard, Parallel-Slalom 2014; Anna Gasser/Snowboard, Big Air; David Gleirscher/Rodel-Einsitzer; Matthias Mayer/Ski Alpin, Abfahrt 2014, Super-G 2018) und insgesamt 15 MedaillengewinnerInnen stehen im aktuellen Olympic Team Austria 2022. Die sportliche Latte liegt im Winter traditionell hoch. Bei den letzten fünf Winterspielen war Österreich im Medaillenspiegel immer unter den Top-10-Nationen zu finden. In Pyeongchang 2018 gewann man 14 Medaillen – 5 davon in Gold. Im 106-köpfigen Aufgebot finden sich 53 Olympia-DebütantInnen.

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