Umstrukturierung im ÖSV Leistungssport

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Foto: GEPA ÖSV-Präsident Prof. Peter Schröcksnadel setzt erste Schritte bei den Umstrukturierungen im sportlichen Bereich.

Nach dem Abschied von Langzeit-Sportdirektor Hans Pum mit Ende Juli dieses Jahres stehen weitere personelle Neuerungen im ÖSV Leistungssport fest. Nachfolger von Pum wird Toni Giger, der neben dem Bereich Service und Technologie künftig auch für die Olympischen Disziplinen im ÖSV Leistungssport verantwortlich zeichnet. Neubesetzungen gibt es zudem im Alpinbereich.

Christian Mitter wird neuer Sportlicher Leiter bei den Alpin Damen. Der frühere norwegische Herren-Chef löst Jürgen Kriechbaum ab, der ab sofort für die ÖSV-Talentförderung zuständig ist. Zudem gibt es eine neue Funktion (Organisation und Struktur Alpin), für welche der langjährige US-Alpindirektor Patrick Riml gewonnen werden konnte.

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Foto: ÖSV/Erich SpiessPatrick Riml (Organisation und Struktur Alpin), Toni Giger (Leitung ÖSV Leistungssport) und Christian Mitter (Sportlicher Leiter Alpin Damen) wollen Österreichs Position als Skination Nummer 1 weiter stärken.
STIMMEN:

Prof. Peter Schröcksnadel (ÖSV-Präsident): „Kurz vor Are habe ich öffentlich bekannt gegeben, dass ich daran denke für den Skiverband eine geeignete Nachfolgestruktur und einen geeigneten Nachfolger zu finden. Der ÖSV ist ein sehr großer Verband mit 450 Athleten, 250 Trainern und Betreuern. Insgesamt haben wir im Leistungs- und Spitzensport circa 800 Beschäftigte. Einen solchen Verband zu führen, ist eine sehr große Verantwortung und keine einfache Angelegenheit. Meine Aufgabe wird es aber auch sein, die Struktur im ÖSV so zu gestalten, dass der sehr große sportliche und wirtschaftliche Erfolg weiterhin gesichert ist. Diese Umstrukturierungsmaßnahmen erfolgen im sportlichen und auch im administrativen Bereich. Ein zukunftsweisender Schritt wurde heute gesetzt und gerade im Alpinbereich ist es zudem gelungen die weltbesten Trainer für den ÖSV zu verpflichten."

Toni Giger (Leitung ÖSV Leistungssport): „Die Zeit unter Hans Pum war sehr erfolgreich. Von da her ist es eine große Herausforderung für mich in diese Fußstapfen treten zu dürfen. Wir haben ja in den letzten Jahren den Rennservice und Technologiebereich aufgebaut, den ich teilweise weiterführen werde. Deshalb benötige ich vor allem im organisatorischen Bereich Unterstützung. Wir haben uns entschlossen in der Struktur eine neue Funktion einzuführen. Diese wird Patrick Riml ausfüllen. Dabei geht es um die Organisation und Struktur im alpinen Skirennlauf. Dieser hat insofern eine Sonderstellung innerhalb des ÖSV, da er im Gegensatz zu anderen Sparten keine eigenen Sportstätten hat. Deshalb ist das alpine Training im Hinblick auf Trainingszeiten, Pistenbeschaffenheit aber auch in puncto Sicherheit eine besondere Herausforderung. Patrick ist vor allem für die Optimierung all dieser Rahmenbedingungen verantwortlich und wird dadurch auch die sportlichen Leiter unterstützen. Er ist ein Mann mit sehr viel Erfahrung, der in den letzten Jahrzehnten unglaubliche Erfolge mit dem amerikanischen Skiteam eingefahren hat. Deshalb wird auch seine beratende Funktion für die sportlichen Leiter bis hin zum Nachwuchs – da geht es um Analysen, Teamstrukturen, Trainerbestellungen und Einsatzplanungen – sehr wertvoll für uns sein."

Patrick Riml (Organisation und Struktur Alpin): „Ich bin sehr dankbar für das Vertrauen des Präsidenten und von Toni Giger, dass ich so eine Aufgabe im Österreichischen Skiverband übernehmen kann. Das ist der beste Verband der Welt. Nach 20 Jahren in Nordamerika freut es mich riesig wieder zurück in Österreich zu sein. Der Aufgabenbereich ist sehr speziell definiert. Es geht vor allem darum Trainings- und Wettkampfvorbereitungen zu optimieren. Es gehört aber auch eine Unterstützung der sportlichen Leiter – was den Analysenbereich, die Kadererstellungen etc. betrifft – dazu. Wichtig ist auch weltweit bezüglich Trainingsorte ein perfektes Setup zu haben, um jederzeit das Maximum herausholen zu können. Ein weiterer Punkt ist es Trainern – sei es im Damen- oder Herrenbereich – zu helfen, sich weiterentwickeln zu können. Wodurch diese wiederum besser und effizienter mit den Athletinnen und Athleten arbeiten können."

Christian Mitter (Sportlicher Leiter Ski Alpin Damen): „Wir sind erst seit knapp einer Woche im Gespräch. Die Entscheidung ist aber relativ schnell gefallen. Es ist eine Ehre und super Aufgabe, die ich unbedingt annehmen wollte. Jetzt geht es darum sich schnell einen Überblick zu verschaffen. Damit habe ich bereits begonnen. Es ist eine hohe Dichte da, mit sehr vielen Podestfahrerinnen und auch dahinter ist großes Potential vorhanden."

Steckbriefe:

Patrick Riml (Tirol):

seit 2019 Organisation und Struktur alpin im ÖSV

2011 bis 2018: Alpin-Direktor USA

2008 bis 2011: Alpin-Direktor CAN

2003 bis 2008: Cheftrainer Damen USA

2001 bis 2003: Trainer USA

1996 bis 1999: Kotrainer Europacup Herren USA

1994 bis 1995: Trainer Thredbo

Christian Mitter (Steiermark):

seit 2019 Sportlicher Leiter Ski Alpin Damen im ÖSV

2014 bis 2018: Cheftrainer Herren Norwegen

2012 bis 2014: Technik Herren Norwegen

2010 bis 2012: Europacup Herren Norwegen

2009 bis 2010: Junioren Norwegen

2007 bis 2009: Weltcup Damen Norwegen

2005 bis 2006: Universität USA

2002 bis 2005: Trainer Steirischer Skiverband

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