Viel Action beim ersten Trainingskurs der Skispringer

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Foto: EXPA/JFK Skispringer Philipp Aschenwald machte auch auf der Wasserschanze eine gute Figur.

Österreichs Skisprung-Herren absolvieren diese Woche ihren ersten gemeinsamen Trainingskurs unter der Leitung des neuen Cheftrainers Andreas Widhölzl in Faak am See in Kärnten.

Bereits seit vergangenen Sonntag sind Gesamt-Weltcupsieger Stefan Kraft, Gregor Schlierenzauer, Michael Hayböck, Philipp Aschenwald, Daniel Huber und Jan Hörl in Österreichs südlichstem Bundesland. Gesprungen wird bei besten Bedingungen auf den Schanzen der Villacher Alpenarena. Ebenfalls vor Ort sind die Trainer aller Skisprung-Trainingsgruppen des ÖSV sowie die Athleten der zweiten und dritten Trainingsgruppe unter der Leitung von Trainer Florian Liegl sowie Stefan Kaiser. Am Programm stehen neben den Sprungeinheiten vor allem Besprechungen und Teambuilding-Maßnahmen.

 

Skispringer in Faak am See

"Wir haben hier in Faak viele Möglichkeiten abseits der Schanze und die wollen wir nützen." (Andreas Widhölzl)

Cheftrainer Andreas Widhölzl: "Der erste Trainingskurs verläuft sehr positiv. Alle sind mit Freude und Begeisterung bei der Sache. Das Team wächst zusammen. Wir haben natürlich Skispringen am Programm, aber das ist nicht der Schwerpunkt hier in Faak. Wir haben viele Möglichkeiten abseits der Schanze und die wollen wir nützen. Zum Beispiel sind wir Freestyle-Wasserspringen gewesen, womit ich schon gute Erfahrungen gemacht habe. Dabei geht es darum, die eigene Komfortzone zu erweitern. Dazu kommen viele Planungen und individuelle Gespräche."

Stefan Kraft: "Tipptopp, dass wir uns endlich alle wiedersehen. Am liebsten würden wir uns umarmen, was wir aber sicherheitshalber noch nicht machen. Aber es ist eine coole Stimmung. Es tut auch gut, endlich wieder einen kleinen Tapetenwechsel zu haben und rauszukommen. Ich glaube, meine Freundin wird auch ganz froh sein, wenn sie mich mal wieder kurz los ist für ein paar Tage. Die Sprünge passen teils auch schon sehr gut."

"Die Kommunikation im Team läuft wirklich gut und man hat das Gefühl, dass alle eine eingeschweißte Truppe sind." (Gregor Schlierenzauer)

Gregor Schlierenzauer: "Es tut gut hier mit der Mannschaft in Kärnten zu sein. Ich war selten so lange an einem Stück daheim, wie zuletzt wegen Corona. Ich finde das Team hat sich schon super zusammengefunden. Die Kommunikation läuft wirklich gut und man hat das Gefühl, dass alle wirklich eine eingeschweißte Truppe sind. Hier in Faak am See ist es immer wunderschön, es wird immer viel besprochen, sehr viel organisiert. Es ist sozusagen der Startschuss für eine neue Saison."

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Foto: EXPA/JFKDas Skispringer-Team von Cheftrainer Andi Widhölzl samt Betreuern.

Michael Hayböck: "Wir sind sehr froh, dass es endlich wieder losgeht. Den Kurs haben wir so eingeteilt, dass wir noch nicht oft auf der Schanze springen gewesen sind. Die restliche Zeit haben wir alternativ trainiert. Wir haben zum Beispiel Tennis gespielt. Das hat Spaß gemacht. Da hab ich um einen Punkt unser Turnier gegen den Krafti gewonnen. Ich fühl mich momentan körperlich sehr wohl. Wenn das so bleibt, dann steht einer guten Saisonvorbereitung nichts im Wege."

Philipp Aschenwald: "Ich habe mich schon wieder richtig darauf gefreut, dass der Trainingskurs losgeht. Die ersten Sprünge hier haben schon wieder brutal viel Spaß gemacht. Auf der Schanze in Villach muss man sehr sauber springen. Ich werde ein bisschen am Material probieren, aber da werde ich jetzt nicht zu viel verraten. Ich werde schauen, dass ich aufbauend auf das Vorjahr noch konstanter werde."

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Skispringer in Faak am See

"Das Betreuerteam ist trotz der Änderungen schon gut aufeinander eingespielt. Die ersten Sprünge waren recht vielversprechend." (Daniel Huber)

Daniel Huber: "Wir haben uns alle sehr auf den Kurs gefreut. Für das Training herrschen optimale Bedingungen und auch das Wetter war uns unterm Strich wohlgesonnen. Das Betreuerteam ist trotz der Änderungen schon gut aufeinander eingespielt. Die ersten Sprünge waren recht vielversprechend. Ich muss aber sicher noch an der einen oder anderen Sache arbeiten, zum Beispiel an der Anfahrtsposition."

Jan Hörl: "Gott sei Dank sind wir wieder auf Kurs. Ich hab mich schon total darauf gefreut. Der erste Kurs ist immer etwas Besonderes und Faak am See ist ein Ort, an dem man die Energie so richtig in sich aufsaugen kann. Auf der Schanze geht es jetzt erst mal darum, wieder in den Rhythmus zu kommen und Freude an jedem Sprung zu haben. Wir haben aber auch schon wieder fleißig mit dem Herumtüfteln begonnen."

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