Vorfreude auf den Weltcup-Auftakt

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Foto: GEPA Teresa Stadlober geht in ihre bereits zehnte Weltcupsaison.

Kommendes Wochenende erfolgt für die Langlauf-Elite in Ruka (FIN) der Startschuss in die neue Weltcup-Saison. Im finnischen Wintersportzentrum stehen für die Damen und Herren mit einem Sprint, einem klassischen Einzelstartrennen und einer Skating-Verfolgung insgesamt jeweils drei Rennen auf dem Programm. Mit Teresa Stadlober und Mika Vermeulen ist der ÖSV mit einem zweiköpfigen Team beim Weltcup-Auftakt vertreten.

Beide blicken der anstehenden Saison nach der Vorbereitung optimistisch entgegen, haben sich ambitionierte Ziele gesteckt und werden in Finnland bei allen drei Rennen an den Start gehen.

Teresa Stadlober steht dabei vor ihrem ersten Winter als Olympiamedaillengewinnerin und nimmt ihre bereits zehnte Weltcupsaison in Angriff. Die 29-Jährige erfüllte sich in Peking eines ihrer ganz großen sportlichen Ziele und kann so mit einer neu gewonnenen Lockerheit in die bevorstehende Saison starten. In einem knapp zweiwöchigen Trainingskurs in Muonio (FIN) im November holte sich Österreichs Langlauf-Aushängeschild den letzten Feinschliff für die anstehenden Aufgaben und sammelte dort auch bereits erste Rennkilometer.

„Der Vorbereitungskurs in Muonio war richtig gut, auch wenn man dort ebenfalls mit wenig Schnee zu kämpfen hatte. Wir konnten aber auf einer fünf Kilometer Runde, sowohl in der klassischen als auch in der Skating-Technik, sehr gut trainieren. Viele Weltklasse-Athletinnen haben sich ebenfalls dort vorbereitet und daher war dieser Kurs sehr wichtig. Wir haben auch bereits die ersten Rennen absolviert, die allesamt in Ordnung waren, auch wenn es auf jeden Fall noch Luft nach oben gibt.“

Teresa Stadlober

Neben der Tour de Ski liegt der Fokus der Salzburgerin in dieser Saison vor allem auf der Nordischen Ski Weltmeisterschaft in Planica (SLO), bei der sie auch um eine Medaille mitlaufen möchte. Das bevorstehende Wettkampf-Programm wird jedenfalls so fordernd wie nie zuvor, denn die Distanzen der Damenrennen wurden in dieser Saison erstmals an die der Herren angepasst.

„Ruka ist für mich immer ein schwieriger Boden und ich brauche bekanntlich meistens ein paar Rennen, bis ich richtig im Wettkampf-Modus bin. Ich werde bei allen drei Bewerben an den Start gehen und wenn ich bei den Distanzrennen unter die Top-15 komme, dann bin ich sehr zufrieden. Wir haben heuer, aufgrund der angepassten Distanzen, vor Weihnachten bereits drei 20 km Rennen. Das ist schon eine andere Belastung für uns Damen und ich muss erst einmal schauen, wie gut ich durch diese intensive Zeit komme.“

Teresa Stadlober

Vermeulen fiebert Rennen entgegen
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Foto: GEPAMika Vermeulen will in dieser Saison an die guten Leistungen des Vorjahres anschließen.

Auch Mika Vermeulen absolvierte die finale Saison-Vorbereitung mit dem ÖSV-Team in Finnland. Der Steirer, der bereits seit einiger Zeit in Lillehammer (NOR) lebt, will an die guten Leistungen des vergangenen Winters anschließen und einen weiteren Schritt nach vorne machen. Im Sommer hatte er zwar mit ein paar gesundheitlichen Problemen zu kämpfen, kann aber seit September auf eine durchwegs positive Vorbereitung zurückblicken. Das große Saison-Highlight ist für den 23-Jährigen ebenfalls die WM in Slowenien.

„Meine Sommervorbereitung war etwas durchwachsen. Ich hatte ein paar gesundheitliche Probleme und dann merkt man schon, dass es schwer wird, richtig in die Vorbereitung zu kommen. Ab Ende September lief es aber nach Plan und auch das Niveau war wieder richtig gut. Meine Trainingswerte sind absolut in Ordnung und ich bin guter Dinge, aber es wird auf jeden Fall spannend. Am Wochenende werde ich dann sehen, wo ich wirklich stehe. Das Highlight der Saison wird definitiv die WM und dort möchte ich auch meine besten Leistungen abrufen.“

Mika Vermeulen

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