Weltcup in Titisee-Neustadt abgesagt

2018 Nizhny Tagil Gregor Schlierenzauer
Foto: GEPA Die ÖSV-Skispringer nützen das freie Wochenende für Trainings in Lillehammer. Gregor Schlierenzauer (im Bild) macht bis zur Tournee eine Weltcup-Pause.

Nachdem die FIS sämtliche für das kommende Wochenende geplanten Bewerbe in Deutschland aufgrund der Wetterverhältnisse (Regen und Wärme) absagen musste, wird Cheftrainer Andreas Felder die Gelegenheit für Extra-Trainingseinheiten mit seinem Herren-Weltcupteam in Lillehammer in Norwegen nützen.

Clemens Aigner, Philipp Aschenwald, Manuel Fettner, Daniel Huber und Stefan Kraft werden mit Felder in den Hohen Norden reisen. Die Abreise erfolgt am kommenden Sonntag. Am Donnerstag der kommenden Woche geht es dann weiter zur "Tournee-Generalprobe" nach Engelberg in die Schweiz. Michael Hayböck, der bereits seit vergangenen Sonntag mit Assistenztrainer Florian Schabereiter in Lillehammer trainiert (Einzeltraining zur Materialabstimmung) und am Donnerstag heimreist, wird beim Trainingskurs nächste Woche in Lillehammer ebenfalls wieder zur Mannschaft stoßen.

Schlierenzauer macht Weltcup-Pause
Nicht mit dabei sein wird Weltcup-Rekordsieger Gregor Schlierenzauer. Der 28-Jährige hat sich in Absprache mit den Trainern dazu entschlossen, zumindest bis zum Auftakt der Vierschanzentournee eine Wettkampfpause einzulegen. Stattdessen wird er die Zeit für Einzeltrainings mit Assistenztrainer Florian Liegl nützen.

Cheftrainer Andreas Felder: "Es ist schade, dass die Bewerbe in Titisee-Neustadt nicht stattfinden können, aber daran ist nichts zu ändern. Die Chance auf zusätzliche Trainingseinheiten kommt für uns trotzdem nicht ungelegen. Dass Gregor Schlierenzauer jetzt bis zur Tournee eine Wettkampfpause macht, haben wir gemeinsam mit ihm entschieden. Er wird mit Florian Liegl strukturelles Einzeltraining machen. Das ist auch viel Kopfsache und dafür braucht er die notwendige Ruhe abseits des Weltcups."

Gregor Schlierenzauer: "Ich habe mich gemeinsam mit dem Trainerteam dazu entschlossen die kommenden Weltcups nicht mitzuspringen. Die letzten Wettkämpfe haben gezeigt, dass meine Technik trotz intensiver und guter Vorbereitung noch nicht automatisch abrufbar ist. Mit dem intensiven Training in den kommenden Wochen werde ich mein Vertrauen in diese so stärken, um wieder Top-Ergebnisse abzuliefern. Ich brauche mehr als die Trainings- und Qualifikationssprünge während eines Weltcup-Stopps, um diese neue Technik top anzuwenden. Es wird herausfordernd, weil es einige Punkte sind, an denen ich arbeiten werde. Diese Herausforderung nehme ich an."

Nasenbruch bei Iraschko-Stolz bestätigt

Von der Absage in Titisee-Neustadt ist auch der Damen-Weltcup betroffen. Damen-Cheftrainer Harald Rodlauer überlegt deshalb, mit Chiara Hölzl, Eva Pinkelnig und Jaqueline Seifriedsberger am Austria-Cup in der Ramsau teilzunehmen. Er wird mit diesen drei Damen auf jeden Fall dort trainieren. Bei Daniela Iraschko-Stolz (Dritte beim Weltcup am vergangenen Sonntag in Lillehammer) wurde mittlerweile der Verdacht auf einen Nasenbeinbruch bestätigt. Sie hat sich diesen beim Trainingssturz Anfang vergangener Woche in Lillehammer zugezogen. Ihr Nase ist zweifach gebrochen. Sie wird am kommenden Wochenende eine Wettkampfpause einlegen und regenerieren.

Iraschko-Stolz sensationell auf dem Stockerl

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