Weltklasse-Feld bei Europacup-Doppel

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Foto: ÖSV Für Alessandro Hämmerle, Julian Lüftner und Luca Hämmerle (v.l.n.r.) läuft der Countdown für den Weltcupauftakt Mitte Dezember im Montafon.

Nachdem am vergangenen Wochenende die Skicrosser ihre Staatsmeister ermittelt haben und zudem um wichtige Europacup-Punkte gefahren sind, stehen in dieser Woche die Snowboardcrosser auf dem Pitztaler Gletscher im Blickpunkt. Mittwoch und Donnerstag stehen zwei Europacup-Bewerbe am Mittelberg auf dem Programm, wobei im Rahmen des Rennens am Donnerstag auch die österreichischen SBX-Meistertitel vergeben werden.

Das Teilnehmerfeld liest sich wie das "Who is who" der internationalen Snowboardcross-Szene. Das US-Team ist mit all seinen Assen wie "Quick-Nick" Baumgartner, Jonathan Cheever, Alex Deibold, Mick Dierdorff, Nate Holland und Hagen Kearney ebenso am Start wie die starken Spanier Lucas Eguibar und Regino Hernandez, das australische Team mit Doppelweltmeister Alex Pullin, Adam Lambert und Cameron Bolton oder die deutsche Mannschaft mit Paul Berg, Martin Nörl und Konstantin Schad.

Für das ÖSV-Team sind die Rennen im Pitztal eine ideale Gelegenheit, um sich vor dem Weltcupauftakt Mitte Dezember im Montafon mit stärkster Konkurrenz zu messen. Alessandro Hämmerle, in der Vorsaison starker Zweiter im Snowboardcross-Weltcup, wird in den kommenden Tagen am Pitztaler Gletscher zwar trainieren und auch die Qualifikationen bestreiten, an den Rennen wird der Vorarlberger allerdings nicht teilnehmen. Grund ist ein Ende Oktober beim Krafttraining erlittener Bruch des vierten Mittelhandknochens in der linken Hand. "Beim Starten behindert mich die Verletzung zwar noch leicht, aber beim Fahren habe ich keine Probleme mehr. Ich möchte aber so kurz vor dem Weltcupstart kein unnötiges Risiko eingehen und werde daher darauf verzichten, hier Heats zu fahren", meinte Alessandro Hämmerle.

Der Wiener Lukas Pachner feiert in Tirol nach seinen schweren Verletzungen (Luxation der rechten Hüfte, Bruch der Hüftpfanne und Knorpelschaden am Oberschenkelkopf), die er sich beim Weltcupfinale im vergangenen März in Veysonnaz (SUI) zugezogen hat, sein Comeback. "Der Weg zurück war sicher nicht einfach. Vor allem die ersten Fahrten auf Schnee haben mir einiges abverlangt. Ich musste wieder lernen, die von der Verletzung betroffenen Muskelpartien wieder richtig anzusteuern. Aber das ist mir von Tag zu Tag besser gelungen und jetzt freue ich mich darauf, wieder Rennen fahren zu können", sagte Lukas Pachner.

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Foto: ÖSVDer Wiener Lukas Pachner feiert bei den Europacup-Rennen am Pitztaler Gletscher sein Comeback.

Titelverteidiger bei den Staatsmeisterschaften ist der Wahl-Vorarlberger Julian Lüftner, der auch in diesem Jahr zusammen mit dem Kärntner Hanno Douschan sowie den "Young Guns" Jakob Dusek, Luca Hämmerle, Sebastian Jud und David Pickl zum engeren Favoritenkreis zählt. "Die Vorbereitung war sehr gut, und auch die Form passt. Ich bin für die ersten Rennen in dieser Saison gerüstet", betonte Julian Lüftner.

Bei den Damen hat Vorjahressiegerin Christine Holzer ihre Karriere beendet. Da auch Katharina Neussner aufgrund einer Mitte September erlittenen Luxation des linken Ellbogens noch auf ein Antreten im Pitztal verzichtet, wird der Weg zum Titelgewinn wohl über die Niederösterreicherin Pia Zerkhold führen.

Geplante Beginnzeiten für Mittwoch und Donnerstag (Änderungen möglich):
10.00 Uhr: Qualifikation
12.30 Uhr: Finale

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