WM: ÖSV-Herren-Staffel auf Rang sechs

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Foto: GEPA Der Salzburger Simon Eder zeigte eine starke Leistung. Am Ende verpassten er und seine Teamkollegen die erhoffte Medaille aber deutlich.

Der neue Staffel-Weltmeister bei den Herren heißt Frankreich. Das Quartett Emilien Jacquelin, Martin Fourcade, Simon Desthieux und Quentin Fillon-Maillet triumphierte ohne Strafrunde und mit nur vier Nachladern 21,5 Sekunden vor Norwegen. Die Silber-Staffel um Vetle Sjaastad Christiansen, Johannes Dale, Tarjei Bö und Johannes Thingnes Bö benötigte zwölf Zusatzpatronen und mussten zudem einmal in die Strafrunde. Bronze ging an das Quartett aus Deutschland (Erik Lesser, Philipp Horn, Arnd Peiffer und Benedikt Doll).

Für Österreich wurde es leider nichts mit der erhofften Medaille. Mit zwei Strafrunden und zwölf Nachladern blieb dem ÖSV-Quartett am Ende nur Rang sechs. Dabei hatte es gut angefangen. Startläufer Felix Leitner musste zwar vier Mal nachladen, zeigte in der Loipe aber erneut eine bärenstarke Vorstellung. Der Tiroler übergab als Fünfter (+37,9 sec.) an Simon Eder. Der Salzburger benötigte je eine Zusatzpatrone, holte eine Position auf (4./+1:04,9 min) und hielt Österreich damit auf Medaillenkurs. Doch dann zerplatzten die rot-weiß-roten Medaillenträume. Im Liegendschießen konnte Julian Eberhard mit zwei Nachladern zunächst noch alle Scheiben abräumen, im Stehendanschlag patzte der Salzburger aber massiv. Nach zwei Strafrunden und 2:14 Minuten Rückstand beim letzten Wechsel war für das ÖSV-Team (Platz 7) nur noch Ergebniskosmetik angesagt. Einzel-Bronzemedaillengewinner Dominik Landertinger präsentierte sich mit nur einem Nachlader erneut stark, mehr als eine Verbesserung auf Rang sechs (2:28,5 min.) war für Österreichs Schlussläufer aber nicht mehr möglich.

Stimmen:

Felix Leitner: „Nach dem Fehler im Liegendschießen habe ich gewusst, dass ich in der Rune etwas gutmachen muss, weil ich nicht zu den Schnellschützen gehöre. Ich war gut unterwegs, konnte aber nicht ganz aufschließen. Auch im Stehendschießen war es beim Deutschen Erik Lesser so laut. Ich habe mich zwar voll konzentriert, aber so etwas merkt man schon. Beim letzten Schuss haben meine Füße schon zum Flattern angefangen und ich habe mir gedacht ‚Bitte triff den depperten Schuss‘. Zum Glück habe ich getroffen. In der letzten Runde habe ich nur noch rot gesehen, aber bis ins Ziel einfach alles gegeben."

Simon Eder: „Insgesamt war es sicher ein gutes Rennen. Ich weiß nicht genau warum, aber es war am Schießplatz so schwierig. Immer der erste Schuss in der Serie ein Fehler, das war auch für den Kopf nicht einfach. Läuferisch hatte ich aber einen super Tag. Leider ist mir zum Schluss noch der Stecken abgebrochen, das Duell mit dem Norweger Dale war aber auch beinhart.“

Julian Eberhard: „Mir gelingt es zurzeit einfach nicht mein Leistungspotential abzurufen. Das tut mir leid für die Mannschaft, ist aber auch hart für mich. Aber da muss man durch. Jetzt werde ich schauen, dass ich wieder auf das Level komme, wo ich gerne hinmöchte.“

Dominik Landertinger: „Mein Rennen war gut und das Schießen habe ich perfekt gemeistert. Läuferisch habe ich mir in der ersten Runde schwer getan. Die Komplexleistung war gut, gegen diese Leute holst du in der letzten Runde aber nichts mehr auf. Jetzt heißt es regenerieren und dann noch einmal voll angreifen.“

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