WM: Rang sechs für ÖSV-Duo Hauser/Eder

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Foto: GEPA Lisa Hauser zeigte ein ordentliches Rennen, drei Nachlader in der zweiten Liegendserie waren aber zuviel, um noch in den Kampf um die Medaillen eingreifen zu können.

Norwegen hat Gold in der Single Mixed Staffel gewonnen. Das favorisierte Duo Marte Olsbu Roeiseland und Johannes Thingnes Bö setzte sich mit sechs Nachladern vor Deutschland (Preuss/Lesser, +17,6 sec.) und Frankreich (Bescond/Jacquelin, +29,8 sec.) durch. Das ÖSV-Duo Lisa Hauser und Simon Eder landete mit vier Nachladern und 54,4 Sekunden Rückstand auf Rang sechs.

Für Österreich gingen wenig überraschend die Tirolerin Lisa Hauser und der Salzburger Simon Eder auf Medaillenjagd. Das erfahrene Mixed-Duo, das in dieser noch relativ jungen Disziplin bereits siebenmal gemeinsam auf dem Weltcup-Podest stand und zuletzt bei der WM-Generalprobe in Pokljuka (SLO) Rang drei belegt hatte, ging mit berechtigten Medaillenhoffnungen ins Rennen.

Lisa Hauser erledigte ihre ersten beiden Serien mit nur einem Nachlader zunächst souverän und übergab als Fünfte an Simon Eder. Der Salzburger traf alle zehn Scheiben im ersten Versuch und brachte Österreich etwa zur Halbzeit auf Rang vier vor. Mit der fünften Serie zerbrachen allerdings die ÖSV-Medaillenträume. Die 26-jährige Tirolerin benötigte liegend drei Zusatzpatronen. Zwar konnte sie eine Strafrunde verhindern, der Rückstand auf die Spitze war allerdings deutlich angewachsen. Im Stehendanschlag erledigte Hauser ihre Aufgabe hingegen perfekt und schickte Simon Eder als Achten in die finale Runde. Der Salzburger traf wie bereits im ersten Turn alle zehn Scheiben im ersten Versuch, mehr als Platz sechs (+ 54,5 sec.) war aber nicht mehr möglich.

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Foto: GEPASimon Eder zeigte eine perfekte Leistung. Der Salzburger traf alle zwanzig Scheiben im ersten Versuch.
Stimmen:

Lisa Hauser: „Es ist saubitter. Mit der einen Serie habe ich die Medaillenchancen begraben. Gründe dafür kann ich jetzt auch nicht nennen, manchmal trifft man einfach nicht. Die Enttäuschung ist natürlich groß."

Simon Eder: „Ich kann mich nicht beschweren, mein Rennen war perfekt. Ich habe das Einzelrennen noch gespürt, konnte mir das heutige Rennen aber richtig einteilen. Auch den Zulauf habe ich taktisch gut gelöst und mich am Schießstand schadlos gehalten. Viele Fehler sind uns heute nicht passiert, aber das war halt schon zuviel."

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