YOG: Zweite Medaille für Salzgeber

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Foto: GEPA Nach Gold in der Super-Kombination durfte sich die Vorarlbergerin Amanda Salzgeber im Riesentorlauf über Bronze freuen.

Die rot-weiß-rote Medaillenserie hielt auch am dritten Wettkampftag bei den Olympischen Jugend-Winterspielen in Lausanne (9. bis 22. Jänner). Nach Gold in der Super-Kombination durfte Amanda Salzgeber am Sonntagabend schon wieder zur Medal Ceremony.

Die 17-Jährige stürmte im Riesentorlauf in Les Diablerets von Platz 6 nach dem ersten Durchgang noch aufs Stockerl – Bronze! „Ich weiß gar nicht, was hier passiert, unglaublich – ich bin mega-happy“, konnte die junge Vorarlbergerin ihr Glück kaum fassen. „Ich habe mir nach der gestrigen Siegerehrung vorgenommen, dass ich befreit fahre. Das ist mir heute gut gelungen.“

Um 0,01 an Silber vorbei

Und mit der zweiten Medaille im Gepäck war es auch egal, dass sie Silber hauchdünn, nämlich mit dem kleinstmöglichen Rückstand, verpasste. Die Halbzeitführende Rosa Pohjolainen sah bis wenige Tore vor dem Ziel wie die sichere Siegerin aus, ein schwerer Fehler im Schlussabschnitt kostete die Finnin aber Gold – und beinahe auch Silber. Aber Pohjolainen, die bereits im Kombi-Slalom mit Laufbestzeit aufgezeigt hatte, rettete eine Hundertstelsekunde Vorsprung auf Salzgeber ins Ziel

 „Es waren bis jetzt immer sehr enge Rennen, alles liegt eng beisammen. Und ganz ehrlich: Die Freude über Bronze ist deutlich größer als das Ärgern über die verpassten Hundertstel.“ (Amanda Salzgeber)

Läuferinnen stecken fest

Gold ging an die Schweizerin Amelie Klopfenstein, die nach Gold im Super-G und Bronze in der Kombination bereits bei drei Medaillen bei diesen Jugend-Winterspielen hält. Kurios: die Top-3 mussten rund 20 Minuten auf ihrer Siegerehrung im Zielraum warten, weil die Gondel nach einem technischen Gebrechen nicht fuhr und die letzten 6 Läuferinnen feststeckten. Nachdem diese befreit waren, wurden sie mit dem Ski-Doo zum Start gebracht.

Tränen lügen nicht

Bei den anderen beiden Österreicherinnen flossen nach dem Rennen Tränen. „Der erste Lauf war eigentlich ganz gut, aber im zweiten Durchgang konnte ich es nicht mehr so umsetzen, wie ich es mir vorgenommen hatte“, hofft Maria Niederndorfer nun auf den Slalom am Mittwoch. „Der Slalom ist meine Lieblingsdisziplin, da möchte ich noch einmal Gas geben“, so die Oberösterreicheirn.

Teresa Fritzenwallner blieb nach der Super-Kombi auch im Riesentorlauf ohne Ergebnis, schied im Finale mit guter Zwischenzeit aus. „So ist der Sport, da gibt es glückliche und traurige Tage. Aber es waren ein paar gute Schwünge dabei, das nehme ich für den Slalom mit“, möchte die 17-Jährige „meine Enttäuschung in positive Energie umwandeln.“

Am Montag fahren die Burschen ihren Riesentorlauf (10 Uhr/12:45 Uhr), am Dienstag fallen beide Slalom-Entscheidungen. Den Alpin-Abschluss bei den Olympischen Jugend-Winterspielen bildet am Mittwoch ein Parallel-Teambewerb.

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