Zwei ÖSV-Athletinnen in den Top-20

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Foto: GEPA Die Tirolerin Lisa Hauser sprintete als beste Österreicherin auf Rang 17. Der Rückstand für die Verfolgung hielt sich aber in Grenzen.

Marte Olsbu Roeiseland hat den Sprint-Krimi der Damen in Antholz gewonnen. Die 29-jährige Norwegerin musste bei äußerst schwierigen Windbedingungen nur einmal in die Strafrunde und sicherte sich mit zweitschnellster Laufzeit die Goldmedaille.

Silber holte völlig überraschend die fehlerfrei gebliebene US-Amerikanerin Susan Dunklee, die im Ziel 6,8 Sekunden Rückstand aufwies. Auch die Bronzemedaille ging mit der Tschechin Lucie Charvatova (1 Fehler/+21,3 sec.) an eine Außenseiterin. Wie schwierig sich der Schießstand in Antholz präsentierte, zeigt ein Blick auf die Ergebnisliste. Von den 101 Athletinnen absolvierten nur vier Athletinnen beide Schießen fehlerfrei.

Fast wäre das auch Lisa Hauser gelungen. Im Stehendanschlag musste allerdings auch die treffsichere Tirolerin eine Strafrunde in Kauf nehmen. Im Endklassement landete die 26-Jährige mit 56,3 Sekunden Rückstand als beste Österreicherin auf Rang 17. Die Salzburgerin Katharina Innerhofer, die im Stehendschießen zwei Scheiben verfehlte, wurde 19. (+58,3 sec). Mit Christina Rieder, die mit zwei Fehlern Rang 51 belegte, konnte sich eine dritte Österreicherin für die Verfolgung am Sonntag qualifizieren. Dunja Zdouc, die kurzfristig für die erkrankte Julia Schwager zum Einsatz kam, landete mit drei Fehlern auf Rang 64.

Stimmen:

Lisa Hauser: „Es ist schwer zum Einschätzen. Der Nuller wäre mir natürlich lieber gewesen, aber stehend ist es in Antholz verdammt hart. Zudem war der Wind richtig schwer zum Einschätzen, da musste man immer genau auf die Windfahnen schauen. Läuferisch konnte ich zwar einen guten Zug laufen, aber die letzten Prozent haben heute gefehlt. Die Ausgangsposition für die Verfolgung ist nicht schlecht."

Katharina Innerhofer: „Das war läuferisch ein richtig hartes Rennen. Am Schießstand hat es der Wind schwer gemacht. Liegend habe ich reagiert, plötzlich war der Wind weg, dann habe ich wieder zurückgedreht. Dann habe ich mir noch eine Patrone raus repetiert. Stehend war es ebenfalls schwer zum Einschätzen. Von dem her kann ich mit dem Ergebnis und der Ausgangsposition halbwegs zufrieden sein. Natürlich wäre heute mit einem Nuller viel möglich gewesen, aber das werden sich viele denken."

Christina Rieder: „Ganz zufrieden bin ich nicht. Läuferisch war es in Ordnung, aber zweimal der letzte Schuss, das ist ärgerlich. Der Wind war zwar tückisch, aber das hätte nicht passieren dürfen. Das gilt es in der Verfolgung besser zu machen."

Dunja Zdouc: „Für die Tatsache, dass ich erst heute früh erfahren habe, dass ich starten werde, habe ich ganz gut ins Rennen gefunden. Leider habe ich am Schießstand gepatzt, das hätte nicht sein sollen. Es war aber auch nicht einfach, weil der Wind immer wieder hineingefahren ist."

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